Wege aus der Klimakrise

Demo der Klimabewegten. Standbild aus dem Dokumentarfilm «Citoyen Nobel». Bild: zVg

dab. Das «films for future festival» Zürich widmet sich aktuellen Umweltproblemen und sucht mit Expert*innen nach Lösungen. Im Kino Kosmos und im Zentrum Karl der Grosse gibt es noch bis Ende November Filme, Podiumsdiskussionen, Workshops und einen Kurzfilmwettbewerb.

Fragen wie «Wird die Menschheit das 22.Jahrhundert noch erleben?» und «Wie kann das Leben in Zukunft auf unserem Planeten aussehen?» will das Umweltfestival «films for future» ergründen. «Der Klimawandel und das Artensterben werden immer dramatischer», schreiben die Veranstalter*innen. «Überschwemmungen auf der einen Seite und Waldbrände auf der anderen schreien nach rascher Veränderung. Ein Überleben der Menschheit scheint plötzlich alles andere als sicher.»

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Pushbacks und Geldsegen

An den EU-Grenzen werden Asylsuchende trotz Recht auf ein Asylverfahren oft von Grenzbehörden misshandelt und abgewiesen. Bild: Klaus Petrus

dab. Trotz illegalen Zurückweisungen und Menschenrechtsverletzungen wollen Bundesrat und Parlamente den jährlichen Beitrag an die EU-Grenzschutzagentur Frontex um mehr als das Vierfache erhöhen. Das Referendumskomitee verlangt «Bewegungsfreiheit statt Grenzgewalt für alle».

National- und Ständerat sprachen mehr Geld für die Grenzschutzagentur. «Gegen erbitterten Widerstand der Ratslinken» (O-Ton sda) gaben sie grünes Licht für die Erhöhung des jährlichen schweizerischen Beitrags von 14 auf 61 Millionen Franken. Auch mehr Personal soll der Bund laut der neuen Gesetzesvorlage in Zukunft zur Verfügung stellen. Eine Erhöhung des Kontingents für Resettlement-Flüchtlinge, die die Schweiz in Zusammenarbeit mit dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR aufnimmt, auf mindestens 4000 Personen pro Jahr lehnten beide Kammern ab. Die in der Schlussabstimmung angenommene Vorlage enthält auch «humanitäre Ausgleichsmassnahmen» im Asylrecht, die der Ständerat eingebracht hat: Die Rechtsmittel der Asylsuchenden sollen gestärkt und die Unterstützung bei Beschwerdeverfahren ausgeweitet werden. » Weiterlesen

Vorschlag gegen das Pflegepersonal

Ja zur Pflegeinitiative! Sonst tritt der Gegenvorschlag des Bundes in Kraft, der ganz im Sinne der Gegenseite ist. Bild: unia.ch

sit / Alois Seger. Die Initiative «Für eine starke Pflege» kommt am 28.November zur Abstimmung. Bei einer Ablehnung tritt der Gegenvorschlag des Bundesrats in Kraft, der vom Parlament abgesegnet worden ist. Dieser lässt zur Freude der Arbeitgeber*innen zentrale Forderungen der Initiative aussen vor.

«Die Qualität der Pflege in der Schweiz ist gefährdet. Derzeit sind 11000 Stellen in der Pflege unbesetzt und bis 2029 braucht es weitere 70000 neue Pflegende. Zudem verlassen vier von zehn Pflegenden ihren Beruf frühzeitig», ist auf der Website pflegeinitiative.ch zu lesen. Ziel des Volksbegehrens «Für eine starke Pflege», das am 28.November zur Abstimmung kommt, ist es, diese Missstände zu beseitigen. Dies mit einer «Ausbildungsoffensive», durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Sicherung der Pflegequalität. Dass dies alles eine absolute Notwendigkeit ist, wissen alle spätestens seit Ausbruch der Pandemie. Daher die Frage: Wer hat ein Interesse daran, dass die Initiative scheitert und warum? » Weiterlesen

Verschärfter Pflegenotstand

Der Mangel an Pflegepersonal frisst Geld. Bild: zVg

flo. Nach bald zwei Pandemiejahren, in denen der bürgerliche Staat nichts unternommen hat, um die Lage der Pflegekräfte zu verbessern, verschärft sich der Massenexodus aus dem Beruf.

Und plötzlich standen die Leute auf dem Balkon und klatschten. Schon damals wussten wir beim vorwärts: Das reicht nicht! Es geht beim Kampf um bessere Bedingungen in den Pflege- und Gesundheitsberufen nicht einfach um gesellschaftliches Prestige und Anerkennung. Es geht nicht um einen Klaps auf die Schulter und einen warmen Händedruck – es geht darum, zu verhindern, dass Pflegekräfte die eigene Gesundheit ruinieren müssen, um ihre Mitmenschen zu pflegen. Im Coronajahr 2020 haben mehr als 2000 Pfleger*innen ihren Beruf verlassen. Bis 2030 wird es nötig, 65000 zusätzliche Pflegekräfte auszubilden. Aktuell fehlen 11700 Pfleger*innen.

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Zum Zürcher Energiegesetz

Die Mitgliederversammlung der PdA Zürich vom 6.September 2021 beschloss leider, in meiner Abwesenheit, die Parole: Stimmfreigabe zum kantonalen Energiegesetz. Dies ist zu bedauern.
Mit der Gesetzesänderung wird das kantonale Energiegesetz an den heu­tigen Stand der Bautechnik angepasst. Es werden wichtige Weichen für die Reduktion der CO2-Emissionen bei der Wärmebereitstellung und die Steigerung der Energieeffizienz gestellt. So werden bei Neubauten CO2-neutrale Heizsysteme vorgeschrieben und auch der Einbau von Photo­voltaikanlagen wird obligatorisch.

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Einfluss und Demokratie

Die Recherchearbeiten für die beiden auf dieser Seite veröffentlichte Artikel zur Pflegeinitiaitve, die am 28. November zur Abstimmung kommt, waren sehr spannend. Vor allem aber waren sie lehrreich, zumindest für mich. So erfuhr ich über die teilweise sehr enge Verflechtung der Arbeitgeber*innen durch ihre Branchenverbände mit der Berufsausbildung.
Diese erfolgt mit Konstrukten wie «Xund» in der Zentralschweiz oder die «Organisation der Arbeit Gesundheit Zürich» (OdA). Niemand zweifelt daran, dass die Arbeitgeber*innen sich stark für eine qualitativ hochwertige Ausbildung einsetzen und ihren wesentlichen Anteil an ihr haben. Trotzdem sind Fragen erlaubt. Zum Beispiel: Welche Interessen können die von den Branchenverbände der Arbeitgerber*innen geführten Ausbildungszentren daran haben, die Schüler*innen über die gewerkschaftliche Rechte aufzuklären?

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«Beste Armee» kauft Schrott

Die Schweizer Armee verrechnete sich beim Budget für den IT-Bereich. Bild: admin.ch

flo. Die Armee kämpft mit Fachkräftemangel im IT-Bereich. Das wirkt sich auch finanziell aus. Und es zeigt grundlegende Probleme bei der Organisierung von Projekten und dem Beschaffungswesen in der Armee. Von der «besten Armee der Welt» und ihren Rohrkrepierern.

Informatiker*innen sind gesucht. Mit entsprechender Erfahrung und passender Weiterbildung scheinbar auch als Armeechefs. So hat der aktuelle Chef der Armee einen Hintergrund als ausgebildeter Programmierer. Wer also könnte besser geeignet sein, um die Schweiz vor den Gefahren des «Cyberkrieges» zu schützen, wie es in den Lageeinschätzungen der Armee gefordert wird, als Thomas Süssli? Doch beim Projekt ein spezielles Kommando für diese Aufgabe zu schaffen, scheinen jetzt die Kosten völlig aus dem Ruder gelaufen zu sein. Unter dem eidgenössisch diplomierten Wirtschaftsinformatiker wurde das Budget für Informatik um 100 Millionen überzogen. Die Informatikdienste der Armee machen so mittlerweile 10 Prozent der Kosten des Gesamtbudgets aus. Oder in Zahlen: 460 Millionen Franken. Und es war eine Fehlkalkulation mit Ansage. Schon 2020 wurde deutlich, dass man im Informatikbereich überziehen werde. In der Sicherheitskommission des Nationalrats will man diese Version der Geschichte aber nicht so recht glauben. Wie soll es möglich sein, dass die Armee ihr Überziehen des Budgets im Bereich Informatik nicht kommen sah? Seit Jahren ist klar, dass jedes moderne Funkgerät, jeder Panzer, jeder Helikopter fachkundiges IT-Personal zur Wartung braucht. Nicht nur die Arbeitswelt, auch der Krieg wurde digitalisiert.

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(K)ein Thema in der Ausbildung

sit. Der Kampf gegen die Pflegeinitiative wird von Branchenverbänden der Arbeitgeber*innen angeführt. Sie sind nicht selten eng mit Bildungszentren der Berufe im Pflegebereich verbunden. Wird in Sachen Pflegeinitiative Einfluss auf die Schüler*innen genommen? Der vorwärts fragte nach.

Branchenverband und Bildungszentrum zugleich in Zürich ist die «Organisation der Arbeit Gesundheit Zürich» (OdA). Der Branchenverband besteht aus «Arbeitgeberverbände beziehungsweise -organisationen im Gesundheitswesen des Kantons Zürich» und«juristische Personen mit Sitz im Kanton Zürich, welche Zweck und Ziele der OdA unterstützen.». So zu lesen auf der Website der OdA.

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Missachtung von Menschenrechten

Menschen sollen nach dem Willen der SVP und der SIK-N auf vagen Verdacht hin verwahrt werden. Bild: zVg

dab. Das neue Anti-Terror-Gesetz (PMT) ist noch nicht in Kraft. Im Bundeshaus wird trotzdem eine neue Verschärfung vorbereitet: Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats (SIK-N) will auf vagen Verdacht hin «staatsgefährdende Personen» vorsorglich verwahren können.

Mitte Juni wurde das Gesetz «Polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus» (PMT) von der Stimmbevölkerung angenommen. Noch bevor es in Kraft ist und die Justizbehörden damit Erfahrungen sammeln können, prescht die Rechte vor. Sie will eine weitere «haarsträubende Verschärfung» (WOZ): die «gesicherte Unterbringung von staatsgefährdenden Personen». Man will mehr Kompetenzen, um an mehr Informationen und Verdächtige heranzukommen, auch wenn damit die Grund- und Menschenrechte der breiten Bevölkerung gefährdet und missachtet werden. Schon für die Verschärfungen im PMT-Gesetz brachten Bundesrat und Befürworter*innen das Argument vor, man habe zu wenig Kompetenzen, um Straftäter*innen zu überführen.

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Gewalt runtergespielt

sit. Das Staatsekretariat für Migration hat die Resultate des Berichts der Untersuchung zur Gewalt in den Bundesasylzentren veröffentlicht. Die Untersuchung bleibt an der Oberfläche, berücksichtigt Realitäten der Geflüchteten nicht und erntet daher scharfe Kritik.

Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen – setzen wir Polizeibeamt*innen anstelle der Securitas ein, wird alles besser. Singmäss sei dies die Aussage des Oberholzer-Berichts, der die Gewaltvorfälle in den Bundesasylzentren untersucht hat, schreibt Solidarité sans frontières (Sosf) in ihrer Stellungnahme vom 18. Oktober.

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Ein Land im Dienste der Pharmakonzerne

Profite für die Konzerne statt Gesundheit für viele Menschen. Dies ist der Sinn und Zweck der Patente. Sie müssen weg! Bild: zVg

ltm. Patente fordern jährlich Millionen Menschenleben. Auch im Zusammenhang mit der Pandemie richten sie grossen Schaden an. Aus diesem Grund protestierten zahlreiche linke Organisationen in Genf. Der Bundesrat schützt jedoch lieber die Gewinne der Pharmaindustrie, statt Menschen zu retten.

Es liest sich wie ein schlechter Witz: «Der Bundesrat erwartet von der Pharmaindustrie, dass auch diese ihren Beitrag zum gerechten Zugang zu Impfstoffen leistet, zum Beispiel indem sie, wo immer möglich, freiwillige Lizenzen an weitere Hersteller erteilt.» So endet die Antwort vom 25.August der Landesregierung auf die Interpellation «Die Schweiz muss den Patentschutz für Impfstoffe gegen Covid-19 aussetzen» von PdA-Nationalrat Denis de la Reussille. Doch der Reihe nach.

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Gut alt werden zu können ist ein Menschenrecht

Eine Volksinitiative soll dazu beitragen, gut alt werden zu können. Bild: zVg

Kurt Seifert. Eine vielfach geäusserte Meinung lautet, den Alten gehe es heute doch viel besser als den Jungen und deshalb sollten sie nicht ständig neue Forderungen stellen. Ist es gerechtfertigt, sich für eine Verbesserung der Situation älterer Menschen einzusetzen? Ja, sagt der Autor dieser Zeilen – und bringt die Idee einer Volksinitiative ins Spiel.

Die Demografie ist in diesen Tagen immer wieder ein Thema: Die finanziellen Belastungen einer alternden Gesellschaft seien kaum noch tragbar, heisst es nicht nur in der Schweiz. Da werden die Alten als «Besitzstandswahrer» verteufelt, die sich nicht darum scheren, wie die steigenden Kosten für die Altersvorsorge und für das Gesundheitswesen aufgebracht werden sollen.
In Politik und Medien wird gerne der Kampf von «Alt gegen Jung» inszeniert – so, als hätten nicht die Alten durch ihre frühere Erwerbsarbeit die eigenen Renten vorfinanziert bzw. in ihren beruflich aktiven Zeiten dafür gesorgt, dass die damalige Altersgeneration finanziell einigermassen abgesichert werden konnte.
Kein Zweifel: Es gibt eine gut betuchte Schicht alter Menschen – und der private Reichtum sammelt sich vor allem in der Generation der über 60-Jährigen an. Doch bekanntlich ist dieser Reichtum sehr ungleich verteilt. So hat eine Studie von Pro Senectute Schweiz bereits vor Jahren festgestellt, dass jeder zehnte Rentner*innenhaushalt über ein Vermögen von weniger als 10000 Franken verfügt. Genauer gesagt: Es sind vor allem Haushalte von alleinstehenden Rentner*innen, die ein «Leben mit wenig Spielraum» (so der Titel dieser Studie) führen müssen.

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Die Kohle wird knapp, die Preise steigen

Die Kohlepreise explodieren. Das bietet den Energieunternehmen neue Profite. Die Menschen leiden jedoch massiv darunter. Bild: zVg

flo. Seit Beginn 2021 sind die Kohlepreise explodiert. Für die Massen bedeutet das vermutlich steigende Heizkosten und sinkende Lebensstandards. Für das Kapital sind die Preisexplosionen vor allem eine neue Profitmöglichkeit und die Umwelt wird weiter zerstört.

Was täten wir nur ohne die ganzen Ökonom*in-nen, die uns unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Objektivität pure Ideologie servieren. So erklärte kürzlich Marcel Fratzscher in der Zeitung «Die Zeit», dass eine Preissteigerung bei den fossilen Brennstoffen, eine grüne Inflation also, nötig sei, um einen ökologischen Umbau der Wirtschaft zu forcieren und den Klimawandel zu stoppen. Daher müsse man die Subventionen für Kohle, Heizöl und Gas streichen. Zwar, so erklärt Fratzscher, würde das besonders einkommensschwache Familien treffen.

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Das lukrative Kohlegeschäft

ltm. In Kolumbien betreibt Glencore die Kohlemine El Cerrejón. Die Bevölkerung und die Umwelt leiden seit Jahrzehnten an den Folgen des Kohleabbaus. Die Mine verseucht das Wasser und vergiftet Körper und Boden. Nun will Glencore sein Geschäft weiter ausbauen.

In der riesigen Tagebau-Mine El Cerrejón werden jährlich rund 30 Millionen Tonnen Steinkohle abgebaut. Mit 69000 Hektaren, einer Fläche so gross wie der Kanton Glarus, gehört sie zu den grössten Kohleminen der Welt. Der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore besass seit 2002 einen Drittel der Mine. Am 28. Juni 2021 verkündete der Konzern, die Anteile an der Mine der Broken Hill Proprietary Company (BHP) und Anglo American für einen Preis von insgesamt 588 Millionen US-Dollar zu übernehmen und damit die Mine künftig allein zu betreiben.

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Wortreich wenig gesagt

dab. Nach öffentlichem Druck äusserte sich das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) zur Sicherheit Schweizer Atomkraftwerke im Fall von Flugzeugabstürzen. Die Antwort zeigt: Trotz teurer Nachrüstungen sind Schweizer AKW vor Zerstörung durch einen Flugzeugabsturz nicht geschützt.

Der Tatbestand zeigt für die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) exemplarisch: «Der Langzeitbetrieb von Atomkraftwerken, die nur gegen längst veraltete Gefährdungen ausgelegt sind, ist nicht zumutbar. In den letzten Wochen und Monaten wurden verschiedene Stimmen laut, die eine Laufzeitverlängerung für Schweizer Atomkraftwerke fordern.» Doch die Betriebszeit der Schweizer AKW immer weiter zu verlängern ist nicht gerade gut für die nukleare Sicherheit. Auf seiner Webseite schreibt das Ensi zum Thema Flugzeugabsturz: «Das Ensi hat sich im Nachgang zu den Anschlägen vom 11.September 2001 intensiv mit der Frage eines vorsätzlich herbeigeführten Flugzeugabsturzes befasst und dazu im April 2003 einen Bericht veröffentlicht. Entsprechend den Vorgaben in den rechtlichen Grundlagen verfolgt das Ensi laufend die nationalen und internationalen Entwicklungen von Forschung und Technik im Bereich der Sicherheit von Kernanlagen.»

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Jetzt sind wir dran!

sit. Die Migros steigerte 2020 ihren Umsatz um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn betrug 1,75 Milliarden Franken. Die Angestellten haben davon bisher nichts gesehen. Sie fordern unter anderem eine Lohnerhöhung.

«Es braucht endlich Lohnerhöhungen für alle! Das ist die klare Forderung des Migros-Personals, das sich am 7.Oktober in der ganzen Schweiz Gehör verschaffte», schreibt die Gewerkschaft Unia, welche die Migros-Angestellten unterstützt. Die Migros gehört eindeutig zu den Siegerinnen während der aktuellen Pandemiezeit. Dies sagen die Zahlen für das Jahr 2020: Der Umsatz stieg um 4,4 Prozent und somit auf 29,947 Milliarden Franken. Der Gruppengewinn betrug 1,75 Milliarden, was hauptsächlich auf einmalige Erfolge durch die Veräusserungen von Globus und des Glattzentrums zurückzuführen ist. Ohne diese ausserordentlichen Erlöse verzeichnete die Migros einen Gruppengewinn von 555 Millionen Franken. «Dies, obwohl wichtige Geschäftsfelder wie Reisen, die Gastronomie und das Freizeitgeschäft schmerzhafte Rückschläge erlitten», informierte die Migros Ende März an ihrer Medienkonferenz bezüglich des Geschäftsjahrs 2020.

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Nix da mit Menschlichkeit und Solidarität

PdA-Nationalrat Denis de la Reussille. Bid: vorwärts-Archiv

sit. Am 22.September wurde im Nationalrat die Motion des PdA-Abgeordneten Denis de la Reussille diskutiert. Sie verlangte eine einmalige Covid-Solidaritätsabgabe von zwei Prozent auf Vermögen ab drei Millionen Franken. Angeführt vom Bundesrat wurde die Motion abgelehnt. Trotzdem lassen sich wichtige politische Schlüsse aus der Debatte ziehen.

«Meine Motion hat ein einziges Ziel: Unseren Gemeinden die notwendigen finanziellen Mittel zur Bewältigung sozialer und wirtschaftlicher Notlagen zu geben. Die Kosten dieser Pandemie werden extrem hoch sein», sagte am 22.September Denis de la Reussille, Nationalrat der Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS), zu Beginn seiner Rede. Und er erinnerte die anwesenden Volksvertreter*innen unter der Kuppel des Bundeshauses in Bern: «Die Annahme meiner Motion würde rund 18 Milliarden Franken Einnahmen für den Bund bringen.» » Weiterlesen

Das Geld dort holen, wo es liegt

sit. In den Kantonen Genf und Zürich wurden zwei Volksinitiativen lanciert, die eine zeitlich befristete Erhöhung der Vermögenssteuer ab einem Kapital von drei Millionen Franken verlangen. Nichts spricht gegen das Vorhaben – ausser der Habgier jener Wenigen, die betroffen wären.

Die Idee einer Besteuerung der grossen Vermögen im Kampf gegen die finanziellen Folgen der Corona-Krise lancierte die Partei der Arbeit (PdA) bereits im Mai 2020 durch eine Petition. Der Vorschlag schaffte es dank dem PdA-Nationalrat Denis de la Reussille auch ins eidgenössische Parlament, blieb dort aber wegen dem Njet der Bürgerlichen erfolglos (siehe dazu Artikel oben auf dieser Seite).

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