Widerstand gegen Nestlé

Elango Kanakasundaram. Der lokalen Bevölkerung in Vittel (Frankreich) wird die Lebensgrundlage entzogen. Ein ähnliches Schicksal erleiden die Menschen rund um die Welt. Dem global tätigen Konzern, der 10,5 Prozent des weltweiten Wassermarktes kontrolliert, muss zwingend ein globaler Widerstand entgegengesetzt werden – auch hier in der Schweiz.

Nestlés Flaschenwasser-Marke Vittel «erweckt die Vitalität in Ihnen», verspricht die Werbung des Schweizer Multi. Gleichzeitig wird jedoch ausgeblendet, dass der lokalen Bevölkerung in Vittel, in den Vogesen im Osten Frankreichs, aus deren Grundwasserquellen das Flaschenwasser stammt, die Lebensgrundlage entzogen wird. Denn der Wasserspiegel in dem Gebiet sinkt jährlich um 30 Zentimeter. Die Quelle droht zu versiegen. » Weiterlesen

Flaschenwasserindustrie hängen lassen!

Elango Kanakasundaram. Der weltweite Konsum von Flaschenwasser steigt immer weiter an. Konzerne verkaufen das unbezahlbare Gut als ein in Plastik gehülltes Lifestyle-Produkt. MultiWatch sensibilisiert mit ihrer Kampagne für die Problematik des Konsums von Flaschenwasser.

Sie wollen sich gesund ernähren? Jung bleiben? Abnehmen? Klar, Wasser hilft! Doch Wasser ist in erster Linie ein Recht! Mit der Kampagne «Lasst die Flaschenwasserindustrie hängen!» mo?chte MultiWatch die O?ffentlichkeit auf die Privatisierung von Wasser und besonders die Problematik des weltweiten Konsums von Flaschenwasser in der Flaschenwasserindustrie aufmerksam machen.

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Schweizer Giftkartell in Brasilien

Ueli Gähler / Multiwatch. Die Schweiz gilt mit ihren glitzernden Bergseen gerne als Wasserschloss Europas. Dabei sind Schweizer Multis Weltmeister in der Wasserprivatisierung und -Vergiftung, etwa mit Atrazine, und verkaufen gleich auch noch die passenden Medikamente. Nirgends zeigt sich das so deutlich wie in Brasilien.

Zwischen der industriellen Landwirtschaft, der Agrochemie-Industrie und der Pharma-Industrie gibt es, so die indische Ökofeministin Vandana Shiva, ein richtiges Giftkartell. Die Pharma-Industrie verkauft Medikamente gegen die von der Fast-Food- und Pestizidwirtschaft verursachten Krankheiten.

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Psychoanalyse, Gesellschaft und Politik

dab. Mit sozialpsychologischen, politischen und feministischen Analysen von Freud, Reich, Parin, Hauser und weiteren gegen die verführerische und zerstörerische Politik von FPÖ, AfD und SVP: Arzt und Psychoanalytiker Emilio Modena erläutert im Interview mit dem vorwärts die Hintergründe der «Rechtspopulismus»-Tagung der Stiftung für Psychothe-
rapie und Psychoanalyse vom 1. Juni im Kosmos Zürich.

Wie bringen Sie persönlich Wilhelm Reich, Freud und Marx zusammen?
Wilhelm Reich war der erste Psychoanalytiker, der als Kommunist daran ging, die von Freud entdeckten subjektiven Faktoren auf die Politik anzuwenden.

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«Einen Pflock einschlagen»

dab. Zwischenfälle als Folge von auf menschlichem Versagen sind im AKW Leibstadt offenbar nicht selten. Unter dem Motto «Verantwortungslosigkeit im Kernkraftwerk Leibstadt: Politik, wach auf!» steht die aktuelle Kampagne der ÄrztInnen für soziale Verantwortung und zur Verhütung eines Atomkrieges (PSR/IPPNW Schweiz).

Die Organisation klagt die Verantwortungslosigkeit der Verantwortlichen im Atommeiler Leibstadt an, die durch eine Verordnung der abgetretenen Bundesrätin «Atom-»Doris Leuthard gefördert werde.

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«Wir Kommunisten sind alle Tote auf Urlaub»

Rotgardisten besetzen den Münchner Hauptbahnhof

Hermann Kopp. Am 7. April 1919 verkündeten Plakate in ganz München, dass die Entscheidung gefallen sei: «Bayern ist Räterepublik. Das werktätige Volk ist Herr seines Geschickes.» Am 1. Mai erfolgte die blutige Niederschlagung. Wohl kaum eine zweite Periode der bayerischen Geschichte ist so massiv umgelogen worden wie die Apriltage 1919.

«Wir Kommunisten sind alle Tote auf Urlaub.» Der Mann, von dem dieses geflügelte Wort stammt, ist heute ausserhalb des Kreises der RevolutionshistorikerInnen fast vergessen: Eugen Leviné (sieh auch Seite 9), Mitbegründer und einer der führenden Köpfe der jungen KPD.

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Rot ist das neue Grün!

sey. Nach den erfolgreichen Klimastreiks der SchülerInnen gingen am 8. Februar Zehntausende von Menschen in der Schweiz auf die Strasse für mehr Klimaschutz. Es war eine der grössten Protestaktionen in der Schweiz der letzten Jahrzehnte und dies angeführt von jungen Menschen! Super, doch…

Nach den erfolgreichen Klimastreiks am 21. Dezember und 18. Januar der SchülerInnen in der ganzen Schweiz (siehe dazu auch Text unten auf diese Seite), wurde unter dem Motto «Tut nicht so erwachsen! Unsere Erde braucht euch» zu Klimademos schweizweit aufgerufen und zwar für den 8. Februar.

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Landesstreik ist keine Männerangelegenheit

Rosa Bloch Bollag

sah. Zum 100-Jahre-Jubiläum wurden die Geschehnisse rund um den Landestreik schweizweit gewürdigt. Aufgrund des in diesem Jahr stattfindenden Frauenstreiks wurde der vom Oltener Aktionskomitee ausgerufenen Generalstreik neu im Hinblick auf die Rolle und die damalige Situation von Frauen aufgearbeitet. Zwei Ausstellungen erzählen auch davon.

Zum 100-Jahre-Jubiläum wurden die Geschehnisse rund um den Landestreik schweizweit gewürdigt. In vielen Artikeln und Radiobeiträgen, an Gedenkanlässen oder Ausstellungen zu diesem historischen Ereignis wurde die Chance genutzt, das Datum in einen geschichtlichen Kontext mit einem Ausblick in die Gegenwart zu setzen.

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Kapitalistische Niedergangsepoche

Red. / jw. Was wäre, wenn? Der Gewerkschafter Walter Müller schilderte in seinem 1930 veröffentlichten Buch «Wenn wir 1918 … Eine realpolitische Utopie», was eine erfolgreiche Novemberrevolution hätte bewirken können. Müller wurde 1933 von den Nazis ermordet, sein Buch erschien erst wieder 2003. Wir veröffentlichen den Schlussabschnitt des Bands.

Der grösste Teil der organisierten Arbeiterschaft folgte 1918 der reformistischen Einheitsparole. Wir begnügten uns leider damit, unseren Unwillen über die Politik der SPD-Führer Ebert und Scheidemann, der Wels und Wissell in Protestresolutionen kundzutun – die natürlich in den Papierkorb wanderten.

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Der Kaiser ging, die Generäle blieben

Rotgardisten besetzen den Münchner Hauptbahnhof

Hermann Kopp. Zwar rollten die Kronen der Monarchien über die Strassenpflaster, doch mit dem Sturz der Kaiser und Könige war der Staatsapparat noch lange nicht zusammengebrochen oder gar zerschlagen. Bereits am 10. November 1918 kam es zum Geheimabkommen zwischen dem designierten Reichskanzler Friedrich Ebert der SPD und Generalleutnant Groener, um unter anderem das rote Berlin zu besetzen.

15. Dezember 1887, Friedrich Engels schreibt: «Und endlich ist kein andrer Krieg für Preussen-Deutschland mehr möglich als ein Weltkrieg, und zwar ein Weltkrieg von einer bisher nie geahnten Ausdehnung und Heftigkeit. Acht bis zehn Millionen Soldaten werden sich untereinander abwürgen und dabei ganz Europa so kahlfressen, wie noch nie ein Heuschreckenschwarm.

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«…auch die Kreatur müsse frei werden.»

Tierrechtsgruppe Zürich. Das seit 1949 erscheinende sozialistische Magazin «Monthly Review» widmet sich in der Dezember-ausgabe von 2018 der Verknüpfung von Marxismus und Tierbefreiung und gibt damit der dringend nötigen Debatte neuen Anstoss.

Das Magazin besteht aus zwei Hauptartikeln. Im ersten, «Marx & Alienated Speciesism», widersprechen John Bellamy Foster und Brett Clark der Kritik, Karl Marx hätte in seinen Schriften «speziesistisch» argumentiert, das heisst, Tiere auf Grund ihrer Spezies als minderwertig erklärt.

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Zersiedelung stoppen!

Steven Goldbach. Unser Boden ist begrenzt. Dennoch werden in der Schweiz jeden Tag Grünflächen und Kulturland so gross wie acht Fussballfelder unwiederbringlich verbaut. Am 10. Februar 2019 haben wir es in der Hand, die Zersiedelung zu stoppen: Mit einem Ja zur Zersiedelungsinitiative.

Die Zersiedelung ist das Umweltproblem Nummer 1. Seit Mitte der 1980er Jahre wurden in der Schweiz 584 km2 überbaut. Das entspricht mehr als der Fläche des Genfersees. Ein Ende dieser fatalen Entwicklung ist nicht in Sicht. Auch während der Lektüre dieses Artikels gehen je nach Lesegeschwindigkeit zirka 200 m2 Grünflächen für immer verloren. » Weiterlesen

«Trotz alledem!»

Ronald Friedmann. Vor einhundert Jahren, am 15. Januar 1919, wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht heimtückisch ermordet. Wenige Tage zuvor war, unter sozialdemokratischer Führung, der Aufstand der revolutionären ArbeiterInnen in Berlin blutig niedergeschlagen worden. Ein Rückblick auf jene Tage, um zu verstehen und niemals zu vergessen.

Am 1. Januar 1919 eröffnete der sozialdemokratische Vorwärts seine Hetzkampagne gegen Emil Eichhorn, den Polizeipräsidenten von Berlin, der dem linken Flügel der USPD angehörte und am 9. November 1918 vom Vollzugsrat des Berliner Arbeiter- und Soldatenrats in seine Funktion eingesetzt worden war. Eichhorn hatte vor der Novemberrevolution als Angestellter im Berliner Büro der sowjetrussischen Nachrichtenagentur Rosta gearbeitet.

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Fake News: Das alte Spiel

red/jw. Sofort nach Beginn der Novemberrevolution schuf die Gegenrevolution, voran die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, eine Pogromstimmung gegen Sozialisten. Rosa Luxemburg antwortete darauf in der revolutionären Berliner Zeitung «Rote Fahne» vom 18. November 1918.

Liebknecht hat in Spandau 200 Offiziere ermordet. Liebknecht ist in Spandau ermordet worden. Die Spartakusleute haben den Marstall gestürmt. Die Spartakusleute haben in das «Berliner Tageblatt» mit Maschinengewehren eindringen wollen. Liebknecht plündert die Läden. Liebknecht verteilt Geld unter die Soldaten, um sie zur Gegenrevolution aufzustacheln.

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Kuba feiert die Revolution

Marcel Kunzmann. «Die Kubanische Revolution wird für immer leben», erklärte Raúl Castro am Grab von Fidel Castro. Das heroische Kuba feiert den 60. Jahrestag des Sieges der Revolution und blickt auf seinen harten Weg zurück.

Anlässlich des 60. Jahrestags der Kubanischen Revolution hielt der ehemalige Präsident und KP-Generalsekretär Raúl Castro die erste öffentliche Rede seit der Wahl seines Nachfolgers Miguel Díaz-Canel im April letzten Jahres. Die Veranstaltung fand am Grab Fidel Castros auf dem Friedhof Santa Ifigenia statt und war von rund 1000 geladenen Gästen besucht. Nach Jahrzehnten der Kämpfe und der Opfer, «sehen wir heute ein freies und unabhängiges Land, das Herr seines eigenen Schicksals ist», sagte Castro.

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Voll Begeisterung und Glauben

Landsturmtruppen und Streikende beim verbarrikadierten Bahnhof Grenchen-Süd

red. Im November vor genau hundert Jahren streikten die ArbeiterInnen der Schweiz. Die unsichere SP-Führung brachte die Niederlage und nachhaltig den Glaubensverlust an die Revolution unter der Arbeiterschaft. Die Geschichte des Landesstreiks aus Sicht von *Fritz Brupbacher aus dem Jahr 1928, erster Teil.

400’000 ArbeiterInnen streikten am 12., 13. und 14. November in der schweizerischen Eidgenossenschaft. Lange verhaltene Wut, der Wille zur Vergeltung, der Traum von einer Welt, wo Recht und Gerechtigkeit herrscht, wanderten vom Hirn in die Glieder und stellten alle Räder still. » Weiterlesen

Wasser ist ein Recht, kein Geschäft!

Multiwatch. Ende Oktober haben sich VertreterInnen sozialer Bewegungen, von NGOs und Gewerkschaften zu einem Forum in Bern getroffen und intensiv über Water Grabbing diskutiert. Im Folgenden dokumentieren wir das aus der Diskussion entstandene Manifest.

Weltweit erlangen transnationale Konzerne mittels Privatisierung, Konzessionen und Vermarktung eine immer grössere Kontrolle über das Wasser – vom Grundwasser über Oberflächenwasser bis hin zum Wasserhahn.

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Ungebremste Entwicklung oder radikale Umkehr?

Alain Bringolf. Zwei Lager stehen sich unvereinbar gegenüber: Das eine glaubt, die Zukunft liege in der Entwicklung, das andere meint, eine Trendwende sei die einzige Lösung, um eine Katastrophe zu vermeiden. Dringend nötig ist, unsere Funktionsweisen zu verbessern und die wichtigsten Regeln unserer liberalen Gesellschaften infrage zu stellen.

Entwicklung oder radikale Umkehr? Es gibt keine einfache Antwort auf diese Frage. So ist es zum Beispiel wünschbar, dass die menschliche Intelligenz sich fortwährend weiterentwickelt, währenddessen die materielle Entwicklung, welche die natürlichen Ressourcen schmälert, aufgegeben oder mindestens überdacht werden sollte.

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