Unhaltbare Zustände auf Baustellen

Bauarbeiter bleiben ohne jegliche Information durch Ihre Firmen. Keine oder zu wenige sanitäre Anlagen, fehlende Desinfektionsmittel und übervolle Baracken. So sieht auf vielen Baustellen in der Unia Region Ostschweiz-Graubünden die Realität aus. Die Bauarbeiter wollen diese unnötige Gefährdung von sich und der Gesellschaft nicht mehr hinnehmen. In einer Petition fordern sie die Verantwortlichen auf, endlich einzugreifen und solche Baustellen zu schliessen und die Lohnzahlungen sicherzustellen. 

Seit der Ankündigung der Notmassnahmen durch den Bundesrat wird die Unia Ostschweiz-Graubünden von Anfragen und Hilferufen von Bauarbeitern überrannt. Sie beklagen sich über massive Verletzungen der BAG-Schutzmassnahmen auf ihrer Baustelle und haben Angst vor dem drohenden Einkommensverlust.

Das Bild ist vielerorts gleich. Die Bauarbeiter sind einer ständigen Gefährdung ausgesetzt. In engen Baracken können sie nur dicht an dicht sitzen; Arbeiten, die die nötige Distanz nicht zulassen, müssen trotzdem ausgeführt werden. Das BAG sieht Baustellen und das Gewerbe als geschlossene Bereiche an, was nicht heisst, dass Arbeitgeber hier keine Verantwortung haben. Es fehlt an den meisten Orten an grundlegenden Massnahmen für die Sicherheit der Beschäftigten, schlimmer noch – vielfach werden sie nicht einmal informiert. Dieser Zustand ist nicht mehr haltbar.

Petition an die Verantwortlichen: Baustellen jetzt schliessen
Die Bauarbeiter wollen so nicht mehr weitermachen. Leider bestehen Baufirmen und Generalunternehmen darauf, dass weiter gearbeitet werden muss. Lohnersatz durch Kurzarbeit ist erst möglich, wenn die Arbeit auch offiziell nicht mehr möglich ist. Deshalb sind jetzt die Verantwortlichen gefordert. In einer SMS- und Online -Petition fordern Bauarbeiter aus der ganzen Region Ostschweiz-Graubünden, die Verantwortlichen auf, die Arbeit auf solchen Baustellen einzustellen und dafür zu sorgen, dass die Lohnfortzahlung gesichert ist.

Nicht nur ein Problem der Bauarbeiter!
Die Bauarbeiter sind mit ihren Problemen nicht allein. In unzähligen Jobs, wo Homeoffice nicht möglich ist, erhält die Unia Meldungen von Arbeitnehmenden, die sich nicht an die Schutzmassnahmen halten können. Auch für sie müssen Bund und Kantone die Verantwortung übernehmen und die Mittel und Möglichkeiten bereitstellen, um ihre Löhne bezahlen zu können.

Petitionstext
Aktuell können auf den meisten Baustellen die vorgeschriebenen Schutzmassnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, nicht eingehalten werden. 
Wir Bauarbeiter in der Ostschweiz und Graubünden fordern die Verantwortlichen auf, unverzüglich unsere mittleren und grossen Baustellen in der Ostschweiz und Graubünden zu schliessen und die Lohnzahlung für die betroffenen Beschäftigten zu garantieren.

Petition unterschreiben

AHV ×13 — weil unsere Arbeit gute Renten verdient

sit. Eine breite Allianz von Gewerkschaften, SP und Grüne hat die Volksinitiative lanciert, die eine 13.AHV-Rente verlangt. Die Initiant*innen hoffen, den Schwung des Frauen*streikjahrs nutzen zu können. Die Partei der Arbeit unterstützt das Vorhaben, hält aber auch an ihrem Vorschlag fest.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) lässt nicht locker – und das ist grundsätzlich zu loben: Nachdem die AHVplus-Initiative des SGB, die eine Erhöhung der AHV-Renten um zehn Prozent forderte, vom Stimmvolk am 25.September 2016 abgelehnt wurde, wird ab dem 5.März für die 13.AHV-Rente gesammelt. » Weiterlesen

Viel Salbe und Schmerzmittel

dab. Steigender Termindruck, Stress und Unfälle auf Schweizer Baustellen: Eine Umfrage bei 12’000 Bauarbeiter*innen der Gewerkschaft Unia liefert Zahlen. Aktuell finden Versammlungen mit Blick auf die Erneuerung des Landesmantelvertrags (LMV) in der ganzen Schweiz statt.

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe sei um 50 Prozent gestiegen, die Auftragsbücher der Patrons seien voll, sagt Nico Lutz, Leiter Sektor Bau der Unia. Viele Überbauungs-, Schienen- und Strassenprojekte stünden an. » Weiterlesen

Coiffeur*innen-GAV in Gefahr

flo. Damit der neu verhandelte Generalarbeitsvertrag im Coiffeur*innengewerbe rechtskräftig werden kann, muss es bis im Frühling zu einer Einigung kommen. Nun warf ein Gerichtsurteil die Verhandlungen zurück. Durch den Beschluss droht der vertragslose Zustand in der bereits schon sehr prekären Branche.

Am 14.Februar waren es gerade noch fünf Tage, bevor die nächste Verhandlungsrunde zwischen Unia, Syna und Coiffure Suisse losgehen sollte. Doch aus der Runde wurde nichts – ein eingeschriebener Brief informierte die beteiligten Parteien, dass die Verhandlungen bei Strafandrohung von 10000 Franken verboten wurden.

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Lohndumping und Freispruch

Redaktion. Das Bezirksgericht Frauenfeld sprach einen Unia-Gewerkschafter vom Hausfriedensbruch frei. Er und ein weiterer Unia-Angestellter hatten von ihrem Zutrittsrecht zu Baustellen Gebrauch gemacht und dabei Verstösse gegen den Gesamtarbeitsvertrag aufgedeckt.

Immer wieder versuchen Arbeitgeber*innen und Privatklä-ger*innen die Arbeit der Gewerkschaften gezielt zu kriminalisieren. Doch die Absicht ist klar: Mit solchen Klagen soll verhindert werden, dass die Gewerkschafter*innen in Kontakt mit den Arbeitnehmenden treten, diese über ihre Rechte informieren und von Missständen wie Lohndumping oder Problemen bei der Arbeitssicherheit erfahren.

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Wieder solln‘s die Büezer*innen trage

flo. Der Coronavirus hat den Bund zu einer Reihe von ausserordentlichen Massnahmen veranlasst. Besonders fällt aber auf, dass wie bei jeder Krise, vor allem eine Bevölkerungsgruppe die Negativfolgen tragen soll: Die Arbeiter*innenklasse.

Hände waschen, in den Ellenbogen husten, Abstand halten und Grossanlässe vermeiden – das sind einige der Massnahmen, die der Bund empfohlen hat, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.
Neben nett gemeinten, aber oft ziemlich weltfremden Empfehlungen wie etwa der Rat an Pendler*innen im Zug nicht zu nah aufeinanderzusitzen, gab es von der Regierung aber auch handfeste Massnahmen.

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Bauarbeiter sagen Stopp!

Der steigende Termindruck auf den Baustellen ist eine Gefahr. Die Gesundheit der Bauarbeiter leidet unter dem zunehmenden Stress, die Qualität der Arbeit nimmt ab, die Arbeitssicherheit kommt zu kurz. Das zeigen die Ergebnisse einer grossen Umfrage, welche die Unia letzten Herbst bei über 12’000 Bauarbeitern durchgeführt und heute an einer Medienkonferenz vorgestellt hat. Zusammen mit der Unia wollen die Bauarbeiter daraus nun konkrete Forderungen entwickeln.

Der schweizerischen Bauwirtschaft geht es ausgezeichnet. Es wird gebaut wie nie zuvor, und die Auftragsbücher sind auch prall gefüllt. Die Firmen machen rekordhohe Umsätze. «Doch das ist nur ein Teil der Realität im Bauhauptgewerbe», so Nico Lutz, Bau-Verantwortlicher bei der Gewerkschaft Unia: «Es gibt ein wesentliches Problem: Die Zahl der Beschäftigten ist in den letzten Jahren tendenziell gesunken, insbesondere bei den festangestellten Bauarbeitern, die Arbeit dafür ist gestiegen.»

Die Arbeit auf dem Bau wird gefährlicher
Die Arbeit auf dem Bau ist heute schon gefährlich. Jeder sechste Bauarbeiter verunfallt pro Jahr und mehr als 120 Bauarbeiter sind in den letzten zehn Jahren bei der Arbeit gestorben. Zwar haben die Unfälle auf dem Bau insgesamt erfreulicherweise abgenommen, doch die Zahl der schweren und Schwerstunfälle ist in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Im Bauhauptgewerbe sind die Unfallzahlen dreimal höher als der Durchschnitt, und Todesfälle bei der Arbeit kommen mehr als sechsmal so häufig vor, Tendenz steigend.

Doch trotz der Risiken verlangen immer mehr Bauherren immer knappere Termine. Chris Kelley, Co-Sektorleiter Bau bei der Unia sagt: «Nebst dem ohnehin schon bestehenden Druck, beobachten wir seit einigen Jahren parallel dazu eine andere gefährliche Entwicklung: Immer mehr Bauherren verlangen, dass ihre Bauvorhaben in immer kürzerer Zeit realisiert werden.»

 Das Thema bewegt – grosse Bau-Umfrage
Mit anderen Worten: Immer weniger Bauarbeiter bauen immer mehr, und dies in immer kürzerer Zeit. Um ein repräsentatives Bild der Situation zu bekommen, haben die in der Unia aktiven Bauarbeiter letzten Sommer eine gross angelegte Umfrage lanciert. Sie wollten wissen, wie sich der Termindruck in den letzten Jahren verändert hat, welches die Auswirkungen auf die Bauarbeiter sind und wo Handlungsbedarf besteht.

Nun liegen die Resultate vor – und es wird deutlich: Das Thema bewegt. Von Juni bis Oktober 2019 haben insgesamt 12’203 Bauarbeiter und Poliere an der Umfrage teilgenommen.

Resultate: Termindruck – eine Gefahr mit unterschiedlichen Auswirkungen
78 Prozent der befragten Bauarbeiter geben an, der Termindruck habe in den letzten Jahren zugenommen (78% Ja / 6% Nein / 16% Weiss nicht). Ausserdem sagen 73 Prozent, dieser gestiegen Druck führe zu mehr Stress (73% / 10% / 17%). Als Konsequenzen geben die Befragten an, dass ihre Gesundheit leide (55%), die Qualität ihrer Arbeit abnehme (52%) und die Arbeitssicherheit vernachlässigt werde (51%).

Die Belastungen beschränken sich aber nicht auf die Arbeit auf der Baustelle, der Termindruck wirkt sich auch auf das Leben ausserhalb aus. So sehen sich 68 Prozent der befragten Bauarbeiter gezwungen, einen Grossteil ihrer Familien- und Freizeit zu opfern (68% / 21% / 11%).

Der langjährige Berner Bauarbeiter Antonio Ruberto, der ebenfalls an der Medienkonferenz teilnahm, erklärte: «Der Termindruck auf den Baustellen hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Und wir Bauarbeiter zahlen mit unserer noch wenig verbleibenden Freizeit, mit unserer Gesundheit und immer öfter mit unserem Leben.»

Alle auf der Baustelle sind betroffen
Bei den Polieren, die ebenfalls befragt wurden (610 Poliere, ca. 10 Prozent aller Poliere) sind die Antworten noch akuter: 83 Prozent sagen, dass die Bauherren zunehmend unrealistische Termine verlangen. 78 Prozent geben an, dass selbst bei verzögertem Baubeginn die Endtermine unverändert bleiben. 64 Prozent berichten, dass ihnen oft die Ressourcen fehlen, um Termine ohne Überstunden und Samstagsarbeit einzuhalten. Und besonders besorgniserregend: Ganze 61 Prozent melden, dass es aufgrund von Termindruck zu wenig Zeit für die Arbeitssicherheit gibt.

Bauarbeiter definieren Forderungen
Der Termindruck ist eine wachsende Gefahr und es besteht dringender Handlungsbedarf. So wollen laut Umfrage 76 Prozent der befragten Bauarbeiter gemeinsam mit der Unia etwas gegen den steigenden Termin- und Zeitdruck tun (76% / 9% / 15%). Zusammen mit den Bauarbeitern wird die Unia nun Forderungen ausarbeiten, etwa auf der Ebene Arbeitsorganisation, gerichtet an die Bauherren, aber auch hinsichtlich Arbeitszeit, gerichtet an die Arbeitgeber. Hier braucht es einen stärkeren Schutz für die Gesundheit der Bauarbeiter.

Die Umfrageresultate im Detail auf der Unia-Website: www.unia.ch/termindruck

«Ich kann bald nicht mehr!»

flo. Der Arbeitstag ist zu lang, die Personaldecke hingegen zu dünn: Massenhafte und systematische Verstösse gegen das Arbeitsrecht sind vor kurzem bei Coop bekannt geworden. Es ist nur die Spitze des Eisbergs. Der Branche geht es schlecht und die Chefetagen geben den Druck an die Arbeiter*innen weiter.

Verstösse gegen das Arbeitsrechts sind in manchen Branchen nicht Ausnahme, sondern Regel. Dass es so auch im Detailhandel steht, zeigt nun ein publik gewordenes internes Dokument von Coop. » Weiterlesen

Petition für mehr Lehrlingsrechte in Basel

Die Kommunistische Jugend Basel (KJ) hat eine Petition lanciert, um die Rechte von Lehrlingen im Kanton zu stärken. Die Lehre wird viel gelobt, unter anderem da sie im Vergleich zu anderen Bildungssystemen zu einer geringeren Arbeitslosenquote im Jugendalter führt.

Gerade in den letzten Jahrzehnten steigt aber auch für Personen mit einer abgeschlossenen Lehre das Arbeitslosenrisiko sowie die Chance, nach dem Abschluss in schlechten Beschäftigungsverhältnissen zu landen. Aber auch schon während der Lehre sind viele Lernende mit Stress konfrontiert. Überstunden, ausbildungsfremde Arbeit, geringer Lohn und geringe Wertschätzung gehören für viele Lehrlinge zum Alltag. Ebenso sind sexuelle Belästigung und Mobbing am Ausbildungsplatz keine Seltenheit, wie eine Umfrage der Unia Jugend vor Kurzem aufgezeigt hat. » Weiterlesen

Etappensieg für die Chauffeure!

Am 18. Dezember hat das jurassische Kantonsparlament einer dringenden Motion zugestimmt, welche Ende November eingereicht wurde. In dieser fordert SP-Abgeordneter und syndicom-Mitglied Nicolas Maître die Anhörung der Gewerkschaften im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens.

Der Kanton Jura hat alle seine Buslinien öffentlich ausgeschrieben. Vier Unternehmen haben offeriert, davon mindestens ein Transportunternehmen aus dem Ausland. Das betroffene Personal ist existenziell bedroht, da ein Unternehmen, welches den Zuschlag erhält, zwar die Fahrzeuge, aber nicht das Personal übernehmen muss. Die Chauffeure haben keine Garantie, dass sie ihre Stelle behalten können und zu welchen Konditionen. » Weiterlesen

Über 100 SBB-Angestellte demonstrieren am Hauptsitz

SEV Protest vor dem SBB Hauptsitz, Bern. u.a. Uebergabe eines Bremsklotz an SBB DEO Andreas Meyer. © Manuel Friederich

Die laufenden, für den Betrieb schädlichen Reorganisationen bei der SBB müssen ge-stoppt werden. Das ist die Hauptforderung des SBB-Personals. Gut hundert von ihnen, Mitglieder der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV, haben am Montag Nachmittag der Leitung des Unternehmens symbolisch einen Bremsschuh überreicht. Auf einem Transparent wurden sie deutlich: «Macht endlich eure Arbeit– und lasst uns die unsere machen !». Zur Umsetzung dieser Forderung verlangen sie, dass sie vom Unternehmen gehört und ernst genommen werden und ausreichend Personal eingestellt wird, um Si-cherheit und Qualität der Leistungen zu einem tragbaren Preis zu garantieren. » Weiterlesen

Sparrunden im Krisenland Schweiz

flo. Im Jura und in Zürich ist es zu Abbaumassnahmen gekommen. Konkret betroffen sind die konzessionierten Buslinien im Jura und die Erwachsenenbildung in Zürich. Doch nun kündigen Gewerkschaften Widerstand an. Eine Zusammenfassung zweier beispielhafter Fälle neoliberaler Politik in der Schweiz.

Ob in der Bildung, bei der Gesundheit, beim Sozialen: Sparmassnahmen sind in der Schweiz seit längerem trauriger Alltag. Dabei wird Spardruck oft auch vorgeschoben, um Verschlechterungen bei Arbeits- und Lebensbedingungen der lohnabhängigen Be-völkerung umzusetzen. » Weiterlesen

Breite Front gegen längere Arbeitszeiten

67-Stunden Woche, Nacht- und Sonntagsarbeit als Pflicht – all das droht denjenigen, die das Pech haben, als «leitende» Angestellte oder «Fachspezialisten» zu gelten. Dagegen wehrt sich die Allianz gegen Stress und Gratisarbeit, notfalls mit dem Referendum. Hier die Medienmitteilung.

Wird die parlamentarische Initiative «Teilflexibilisierung des Arbeitsgesetzes und Erhalt bewährter Arbeitszeitmodelle» des abtretenden Luzerner CVP-Ständerats Konrad Graber angenommen, würde das Schweizer Arbeitsrecht praktisch ausgehöhlt: Die Gummibegriffe «Leitende Arbeitnehmerin» und «Fachspezialist» würden dem Missbrauch Tür und Tor öffnen – und das weiss der Initiant auch. » Weiterlesen

Erfolgreicher Arbeitskampf bei der Genfer Post-Tochter Epsilon

Anpassung der Löhne an die geltenden Mindestlöhne, Lohnrückzahlungen von rund 600’000 Franken sowie Einführung von Nachtarbeitszuschlägen und eines Zeiterfassungssystems: Wie gestern in einen Beitrag in der SRF-Sendung «10vor10» berichtet wurde, ist der über ein Jahr andauernde Arbeitskampf der Genfer Zeitungsverträger/innen mit der Post-Tochter Epsilon mit einer einvernehmlichen Lösung erfolgreich zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft Unia, die die rund 60 Angestellten organisiert und in den Verhandlungen begleitet hat, verlangt nun, dass die Post die Lohnrückzahlungen auch für die ehemaligen Arbeiter/innen garantiert.

Vor rund einem Jahr begannen rund 60 Zeitungsverträger/innen der Post-Tochter Epsilon in Genf für eine Verbesserung ihrer prekären Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Die Angestellten, die jeden Morgen zwischen 4 und 7 Uhr und bei jedem Wetter im ganzen Kanton die Zeitungen ausliefern, verlangten die Einhaltung der geltenden Mindestlöhne und der Nachtarbeitszuschläge. Ebenso forderten sie die Einführung eines Zeiterfassungssystems, welches ihnen eine gerechte Entlöhnung für ihre harte Arbeit garantieren sollte. Nach langen Auseinandersetzungen kam es in diesem Sommer endlich zum Durchbruch. Wie gestern in der Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens berichtet wurde, vereinbarten die Angestellten, ihre Gewerkschaft Unia und die Post, dass per sofort die gesetzlichen Mindeststandards eingehalten werden und die Arbeiter/innen rückwirkend Lohnrückzahlungen erhalten sollten. Der TV-Beitrag spricht in diesem Zusammenhang von einer Gesamtsumme von rund 600’000 Franken. » Weiterlesen

Wir wollen mehr


Lorena. Der 1. Mai in Luzern stand ganz im Zeichen des Frauen*streiks. Doch wie muss mensch sich eine solche Veranstaltung in der konservativen Zentralschweiz vorstellen? Eine kurze Reportage.

Am Boden liegt ein grosses, weisses Leintuch, darüber beugen sich zwei Frauen und eine Handvoll Kinder. Sie bereiten ein Transparent für den Frauen*streik am 14. Juni vor – mit viel Glitzer, den die Kinder anbringen. Es ist der 1. Mai in Luzern.

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BauarbeiterInnen stimmen LMV zu

Alois Seger. Viel stand auf dem Spiel beim Landesmantelvertrag (LMV) des Bauhauptgewerbes. Am Ende hat die BauarbeiterInnenkonferenz der Gewerkschaft Unia dem Verhandlungsresultat fast einstimmig zugestimmt. Der Frontalangriff der Baumeister wurde abgewehrt, es gibt eine Lohnerhöhung, ein Sieg ist es trotzdem nicht. Eine Reportage.

Samstag, 15. Dezember, 8.00 Uhr, beim Treffpunkt am Hauptbahnhof in Zürich. Alle KollegInnen sammeln sich bei der roten Fahne der Gewerkschaft Unia. Es ist ein schöner, wenn auch kalter Morgen. » Weiterlesen

Für Kompromisse und Arbeitsfrieden

Paul Rechsteiner, Praesident des Schweizerischen Gewerkschaftsbund SGB, wird verabschiedet. (Yoshiko Kusano)

Talissa Rodriguez. Pierre-Yves Maillard ist der neue Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB). Gespräch mit Christiane Jaquet-Berger von der PdA und dem Gewerkschaftssekretär Aristides Pedraza über den frisch gewählten SGB-Präsidenten.

Pierre-Yves Maillard wurde zum neuen Präsidenten des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) gewählt vor der St. Galler Nationalrätin Barbara Gysi.

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