Die Beziehung zwischen Partei und Gewerkschaft

Tarek Idri. Sollen die Gewerkschaften ideologisch und politisch «neutral» sein oder sich eng mit einer Partei verbinden? Über diese Frage wurde vor über hundert Jahren in der II. Internationale heftig gestritten. Heute ist es auch für die Kommunist:innen wieder dringlicher geworden, sich Gedanken zu machen, wie die Beziehung zwischen Partei und Gewerkschaft aussehen soll.

Als Partei der Arbeiter:innenklasse ist es notwendig, dass die PdA ihre Beziehung zu den Gewerkschaften möglichst klar festlegt und eine Strategie für die gewerkschaftliche Arbeit entwickelt. Bei den Gewerkschaften handelt es sich um die zentralen Massenorganisationen (das heisst breite, demokratisch organisierte Vereinigungen) auf der ökonomischen Ebene; sie schliessen die Arbeiter:innen auf der Grundlage ihrer Zugehörigkeit zur Arbeiter:innenklasse für den Arbeitskampf zusammen. Mit den Gewerkschaften kämpfen die Arbeiter:innen für ihre alltäglichen ökonomischen Interessen: für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Freizeit, gegen Schikanen am Arbeitsplatz etc. Die Gewerkschaften spielen deshalb eine zentrale Rolle für die Kommunist:innen und haben eine hohe Priorität.

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