16000 auf einen Schlag!

Über 16000 Arbeitslose werden am 1. April ausgesteuert. Ab dann gilt das neue Regime in der Arbeitslosenversicherung. Etwa 5000 der Ausgesteuerten müssen dann direkt bei der Sozialhilfe anklopfen. Geld bekommen die Betroffenen allerdings nur, wenn sie ihr Vermögen bis auf 4000 Franken aufgebraucht haben.

Zwischen 15’400 und 16’100 Arbeitslose dürften im April 2011 schweizweit ausgesteuert werden. Das sind etwa so viele Menschen wie im ganzen Kanton Appenzell Innerrhoden mit 15’700 Einwohnern zurzeit leben.

Dies hat eine Umfrage der Nachrichtenagentur SDA in allen Kantonen ergeben. Einzig der Kanton Zürich nannte keine konkrete Zahl. Anfang April tritt das revidierte Gesetz über die Arbeitslosenversicherung in Kraft, welches das Schweizer Volk am 26. September 2010 gutgeheissen hat. Weil Arbeitslose neu weniger Taggelder beziehen können, werden sie früher ausgesteuert. Besonders betroffen ist die Romandie. Aber auch die Kantone Bern (rund 2000 Personen), St. Gallen (bis 2500) sowie der Aargau und das Tessin (beide rund 1000) rechnen mit vielen Ausgesteuerten.

«Schock» in Lausanne

Allein in der welschen Schweiz werden 6100 bis 6500 Menschen den Anspruch auf Arbeitslosengeld verlieren – am meisten in den Kantonen Genf, Waadt und Neuenburg. In der Waadt dürften 2500 Personen ausgesteuert werden, in Genf 1300 und bis zu 1400 in Neuenburg. Bundesrat Johann Schneider-Ammann ging im Dezember von 17’000 Betroffenen aus, wie er in der Fragestunde des Nationalrats sagte. Das sind rund 10 bis 12 Prozent der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Personen.

Wie viele zusätzliche Stellen nötig sein werden, um diesen «Schock» – so die Wortwahl der Lausanner Sozialbehörden – zu bewältigen, steht in den meisten Kantonen noch nicht fest.

Seco: «Kurzfristige Mehrkosten von 98,5 Mio.»

Wie hoch die Mehrkosten sind, welche die Kantone durch diese Verschiebung weg von der Arbeitslosenversicherung hin zur Sozialhilfe berappen müssen, ist noch unklar. Erst wenige Kantone können die Beträge beziffern. Basel-Stadt rechnet mit einer finanziellen Mehrbelastung zwischen 3 und 6 Mio. Fr. Das Tessin geht derweil von Mehrkosten zwischen 5,6 und 13 Mio. Fr. aus, Waadt von 25 Mio. Fr., Genf von 11 Mio. Fr. und Neuenburg von 4 Mio. Fr. Im Vorfeld der Abstimmung hatte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) die kurzfristigen Mehrkosten für die Kantone mit maximal 98,5 Mio. Beziffert.

Quelle und vollständiger Artikel: www.tagesschau.ch

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3 Kommentare

  • David

    Aber die, mit Steuergeldern gerettete UBS, mach satte Gewinne (um die 7 Mia) und zahlt riesige Boni aus. Ja und was ist mit den Ramschpapieren die der Bund übernommen hat?
    Es reicht!

  • Hans

    Die UBS (auch die Swiss) brauchte in ihrer Firmengeschichte 1 X Bundeshilfe um zu überleben.
    Wenn die UBS hopps gegangen wäre würden in der Schweiz 23000 Leute arbeitslos.
    Was hätte das gekostet!! Das Schweizer Finanzsystem wäre zusammengekracht.
    Und für den Bund werden die Ramschpapiere ein gutes Geschäft werden. Klar die Boni sind scheisse und leider branchenüblich. Sollen dafür tausende von kleinen Angestellten büssen!
    Andere Bereiche brauchen Jahr für Jahr Geld vom Bund.

    Die Landwirtschaft braucht Jahr für Jahr über 3 Mia und wird nie mehr selbsttragend sein.
    Genau diese Kreise prangern ständig alle Sozialhilfe- und Invalidenbezüger an und stecken sich haufenweise Bundesgeld ein.
    Ich sage Suppventionen und Direktzahlungen ist eigentlich auch nur Sozialhilfe. Wenn jeder Bauernbetrieb die Öffentlichen Gelder die er seit den 50er Jahren eingezogen hat an einem Plakat vor dem Hof deklarieren müsste, würden und die Augen aufgehen. in einem Industrieland kostet Urprduktion nur Geld.
    Die kaum 3% der Bevölkerungen sahnt auch ab. Jeder Bauernbetrieb erhällt im Durchschnitt 51000.- pro Jahr zahlt keinen Treibstoffzoll und zahlt kaum Steuern aber brüllt laut über Sozialbetrüger.

  • Boris Kerzenmacher-Frauenfeld

    Werd ich jetzt auch ausgesteuert? Da wird mir als rechtschaffender CH-Bürger durch die Behörden BFM/Migrationsamt TG mit bewussten, vorsätzlichen und übelsten Verleumdungen und Beschimpfungen die ganze Existenz zerstört inklusive der Ehe zum Sozialamt zu gehen. Dieser Bürger nach 25 jähriger Arbeit in gleicher Firma seinen Arbeitsplatz verliert(hätte nochmals 20 Jahre dort arbeiten können) aufgrund dieser durch Dokumente erwiesenen Verleumdungen. Dieser CH-Bürger der 25 Jahre Steuern und Abgaben ununterbrochen zahlte, nie Betreibungen hatte, erhält WERDER SOZIALHILFE noch Arbeitslosengeld, weil dieser Bürger noch die Frechheit besitzte, aufgedeckte Dokumentefälschung durchBFM/Migrationsamt TG bei der Kantonspolizei TG zur Anzeige zu bringen. Ebenso durch Dokumente erwiesene bewusste Falschaussagen des Behördenvertreters vor Gericht zur Anzeige bringte. Auf diverse Strafanzeigen und Beschwerden man nicht mal Antwort. Gesamtkosten bis heute zum Nachteil von mir und der Ehefrau ca.729000Fr.

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