Herbe Niederlage

sit. Das Entlastungspaket 27 wurde im Parlament durchgewinkt. Es sieht Einsparungen von bis zu zwei Milliarden Franken im Jahr vor. Zu einem Referendum kommt es nicht, der Kampf gegen die massive Umverteilung von unten nach oben ist verloren.

Lassen wir die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) den parlamentarischen Ausgang des Entlastungspakets 27 (EP 27) für uns zusammenfassen. Sie schreibt am 17.März: «Mit den ursprünglichen Vorschlägen des Bundesrats wäre der Haushalt in den kommenden Jahren um 2,4 bis 3,1 Milliarden Franken entlastet worden.
Davon sind nach den Debatten im Parlament 1,4 bis zwei Milliarden übrig geblieben.» Und damit ist sie mit ihren Freund:innen im Parlament nicht so ganz zufrieden: «Trotz bürgerlicher Mehrheit hat das Parlament das Paket somit um mehr als einen Drittel schrumpfen lassen. Die Abstriche betragen je nach Jahr 38 bis 42 Prozent.» » Weiterlesen

Steigt Gewalt, kürzt der Staat

lmt. Während Vergewaltigungen, häusliche Gewalt und schwere Straftaten in der Schweiz deutlich steigen, plante der Bundesrat ausgerechnet bei der Ausbildung von Fachpersonen in der Opferhilfe zu kürzen. Dass diese 300’000 Franken nur knapp gerettet wurden, sagt viel über politische Prioritäten aus.

300 000 Franken – ein Tropfen im Ozean, gemessen am Bundesbudget von rund 90 Milliarden Franken. Und doch wollte der Bundesrat genau hier den Rotstift ansetzen. Die Finanzierung der Ausbildung von Fachpersonen in der Opferhilfe sollte gestrichen, die Verantwortung vollständig an die Kantone abgeschoben werden. Der Entscheid wirkt wie ein technisches Detail. In Wirklichkeit ist er politisch brisant. Denn er fällt in eine Zeit, in der die Gewalt zunimmt. » Weiterlesen

Offener Brief aus Kuba an die Welt

Redaktion. Das Gesundheitssektor in Kuba ist in grosser Not durch das Embargo der USA. Wir veröffentlichen einen Aufruft aus den sozialen Medien einer Kubanerin, nennen Fakten und rufen zur Solidarität mit Kuba auf!

An die gesamte Menschheit, an die Mütter dieser Welt, an Ärzt:innene ohne Grenzen, an Journalist:innen mit Würde, an Regierungen, die noch an Gerechtigkeit glauben: Mein Name ist wie der von Millionen anderen. Ich habe keinen bekannten Nachnamen und kein wichtiges Amt. Ich bin eine einfache Kubanerin. Eine Tochter, eine Schwester, eine Patriotin. Und ich schreibe dies mit gebrochenem Herzen und zitternden Händen, denn was mein Volk heute erlebt, ist keine Krise. Es ist ein langsamer, kalkulierter Mord, kaltblütig ausgeführt von Washington aus. Und die Welt schaut weg. » Weiterlesen

Die PdAZ gewinnt deutlich an Stimmen

Die Genossinnen Rita (links) und Sevin stossen auf ihr tolles Wahlergebnis an.

Die Genossinnen Rita (links) und Sevin stossen auf ihr tolles Wahlergebnis an.

sit. Die Kandidat:innen der Partei der Arbeit für die Stadtregierung in Zürich und Winterthur erreichen ein unerwartet gutes Ergebnis. In Zürich bleiben im Stadtparlament die Kräfteverhältnisse unter dem Strich gleich wie vor der Wahl – zumindest für den Moment, denn ganz ist die Messe noch nicht gelesen.

«Wir haben ein erfreuliches Ergebnis erzielt, vor allem wenn man bedenkt, dass unser Wahlbudget 15000 Franken betrug und wir von den Medien kategorisch totgeschwiegen wurden», kommentiert eine junge Aktivistin am Wahlfest der PdAZ am Sonntagabend im Punto d’Encuentro im Zürcher Kreis 5. Sie fügte hinzu: «Ohne die undemokratische Wahlhürde von fünf Prozent in einem Wahlkreis wären wir im Parlament vertreten.»
875 Personen gaben der PdAZ ihre Stimme – das ist ein Plus von 351 Personen im Vergleich zu den Gemeinderatswahlen 2022. In sämtlichen Wahlkreisen konnte die Anzahl der Wähler:innen erhöht werden – teilweise markant. Und mit diesem Ergebnis ist die Partei «sehr zufrieden», wie sie in ihrer Medienmitteilung festhält. » Weiterlesen

«Wir haben die Schnauze voll, auf eine friedliche Lösung zu warten»

Organisierte Autonomie. Als Teil einer internationalistischen Delegation besuchten wir Anfang dieses Jahres die Frente Polisario (Frente Popular de Liberación de Saguía el Hamra y Rio de Oro), die Volksfront der sahrauischen Bevölkerung.

Sie kämpfen für die Befreiung der Westsahara. Dabei sprachen wir auch mit der Generalsekretärin der Unión Nacional de Mujeres Saharauis (UNMS). Seit 1973 kämpft die Polisario, zuerst gegen die Kolonialherrschaft Spaniens, danach gegen die Besatzungs-mächte Mauretanien und Marokko. Noch heute ist der Grossteil der Westsahara unter Annexion von Marokko. Der Kampf der Polisario gegen den marokkanischen Siedlerkolonialismus und gegen den westlichen imperialistischen Block dauert unerbittlich an. Zum 8.März, dem internationalen Frauenkampftag, wollen wir an die saharaurischen Genoss:innen erinnern und einen kleinen Einblick in ihren andauernden Widerstand geben.

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Konsequente Friedenspolitik

Timeo Antognini

Von Timeo Antognini. Die Schweizer Regierung befindet sich im Aufrüstungsfieber: Bundesrat Pfister liebäugelt mit einem Rüstungsfond; das «Entlastungspaket27» soll das Budget trotz massiver Aufrüstung von Defiziten bewahren; Waffenexporte sollen erleichtert werden (ursprünglich eine Idee der SP, um den Wiederexport von Kriegsmaterial an die Ukraine zu bewilligen). Die Aufrüstung wird somit von einem breiten Spektrum, von der moderaten Linken bis hin zur populistischen Rechten, rhetorisch unterstützt. Und was ist mit der radikalen Linke in der Schweiz? Ist zumindest sie geeint im Kampf gegen Aufrüstung, Kriegsvorbereitung und Imperialismus? » Weiterlesen

Nein zum Landraub!

Redaktion. Indigene Gemeinschaften in Malaysia, Frauen in Kamerun, von Vertreibung betroffene Familien in Simbabwe: Sie alle kämpfen gegen Landraub durch mächtige Unternehmen, der meist in Komplizenschaft mit den Behörden geschieht. Die Betroffenen fordrn selbstbewusst ihre Rechte und ihre Mitsprache ein.

«Kein Ausverkauf, kein Raub unseres Landes!» – Anwohnerinnen einer Kautschukplantage in Kamerun wehren sich dagegen, dass sich die Plantage des Unternehmens SudCam immer mehr auf Kosten der 25 angrenzenden Dorfgemeinschaften ausdehnt. SudCam produziert pro Jahr rund 80 000 Tonnen Kautschuk für Tochterfirmen bekannter Konzerne wie Goodyear. Das Unternehmen hat den Gemeinschaften den Bau von Schulen, Busverbindungen und Jobs versprochen.

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Politische Zensur bei der Winterolympiade

sit. Der italienische Sänger Ghali trat an der Eröffnungsfeier in Mailand auf.
Der Staatssender RAI ignorierte den Sänger und tat alles, damit seine Botschaft des Friedens möglichst ungehört blieb.

Die Winterolympiade in Milano Cortina ist voll im Gange. Millionen von TV-Zuschauer:innen sahen sich am 8.Februar die Eröffnungsfeier an, die unter anderem im Stadion San Siro in Mailand stattfand. Dabei kam es zu einer skandalösen Zensur durch das italienische Staatsfernsehen RAI – eine Zensur, die ihresgleichen sucht, aber von kaum jemandem bemerkt wurde.

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Klassenkampf von oben

sit. Am 7. Februar fand in Zürich eine Kundgebung gegen das sogenannte Entlastungspaket 27 statt. In den verschiedenen Reden wurde betont, dass das «Sparpaket» eine Umverteilung von unten nach oben ist.

«Kein Entlastungspaket 27 für die Reichen! Kein Abbau auf unserem Rücken», ist auf dem Transparent der Kommunistischen Jugend (KJ) zu lesen am Samstagnachmittag des 7.Februars. Die KJ hatte zur Kundgebung auf dem Ni-una-menos-Platz (ehemaliger Helvetiaplatz) in Zürich aufgerufen. Unterstützt wurde die Aktion von der Partei der Arbeit (PdA) sowie von einer Reihe weiterer Organisationen und Bewegungen, wie etwa dem Feministischen Streikkollektiv Zürich und der Schweizerischen Friedensbewegung (SFB). » Weiterlesen

«Für eine andere Welt»

dom. Bundesrat Martin Pfister fordert eine Revision des Nachrichtendienstgesetzes, um auf die veränderte Sicherheitslage zu reagieren. Kern der Revision ist ein weitgehender Ausbau der Überwachung und Kontrolle – passend zur neuen Sicherheitsstrategie des Bundes.

Das geltende Nachrichtendienstgesetz von 2017 sei «für eine andere Welt» geschaffen als heute – so Verteidigungsminister Pfister Ende Januar an der Pressekonferenz des Bundesrats. Seither habe sich die Bedrohungslage «weltweit und auch für die Schweiz erheblich verschlechtert». Um seinen Auftrag erfüllen zu können, brauche der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) mehr Kompetenzen und bessere Instrumente.
Pfister schlägt deshalb eine schrittweise Revision des Nachrichtendienstgesetzes vor, um die zahlreichen Bedrohungen wirksam und rechtsstaatlich kontrolliert bekämpfen zu können. Die Revision solle im «Einklang mit der sicherheitspolitischen Strategie des Bundesrats» stehen – jener Strategie, die unter dem Eindruck der Zeitenwende zu einem umfassenden Militarisierungsprogramm geworden ist.

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Martin Pfister als Taschendieb

Gaudenz Pfister. Verteidigungsminister Martin Pfister braucht viel mehr Geld für die Aufrüstung. Da die Bürgerlichen nicht so viel sparen wollen, muss er das Geld über eine unsoziale Erhöhung der Mehrwertsteuer beschaffen.

Wer wenig Geld hat, muss spätestens gegen Monatsende auf allen Konten und Kassen die letzten Franken zusammensuchen. Wenn dann noch eine grosse Zahnarztrechnung fällig wird, ist der finan-
zielle Absturz da. Nicht anders geht es Martin Pfister. Als Verteidigungsminister hat er einen Auftrag: Die Armee so aufzurüsten, dass die Schweizer Bourgeoisie mit der allgemeinen Militarisierung mithalten kann. Dafür braucht er vor allem eines: Geld. Und zwar richtig viel Geld. Eigentlich hat er eine allgemeine Zusage: Das Versprechen, das die Schweizer Bourgeoisie sich und ihren militärischen Partnern gegeben hat, die Ausgaben für die Armee in den nächsten Jahren auf ein Prozent der Schweizer Wirtschaftsleistung (Bruttosozialprodukt, BSP) zu erhöhen.

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Fass ohne Boden

flo. Für die Armee, die Polizei und den Grenzschutz sollen die Mittel in den kommenden Jahren massiv erhöht werden. Die Rüstungsgeschäfte der letzten Jahrzehnte lassen vermuten, dass auch bei den kommenden Beschaffungen Rohrkrepierer anstehen.

Ueli Maurer meinte einmal, die Schweiz habe die beste Armee der Welt. Damals hatte sich der SVP-Bundesrat mit seiner vollmundigen Aussage gehörig aufs Glatteis gewagt und sich Spott und Häme eingehandelt. Aber zumindest in einem Bereich dürfte die Schweizer Armee, wenn schon nicht auf Platz eins – die Streitkräfte der USA spielen in einer ganz anderen Liga –, so doch im Spitzenfeld mit dabei sein: beim Geldausgeben. » Weiterlesen

Ohnmacht und Fehlbehandlung

sah. Ein Mann mit Diagnose Autismus liegt bewusstlos auf dem Boden eines Isolierzimmers der Klinik Königsfelden und stirbt wenig später. Gefordert wird nun eine Überprüfung der Massnahmen im Umgang mit autistischen Menschen in psychiatrischen Einrichtungen.

Ein junger Mann verstarb während einer fürsorgerischen Unterbringung in der Psychiatrie. Interniert in der psychiatrischen Klinik «Königsfelden» im Aargau hatte er sich während wochenlanger Isolierung immer wieder am Kopf verletzt. Dann fand man ihn bewusstlos im Isolationszimmer. Am 2.Januar 2021 starb der junge Mann im Universitätsspital Zürich an den Folgen eines Schädelhirntraumas. Bekannt war sein selbstverletzendes Verhalten. Trotzdem wurden Zwangsmassnahmen angewendet. Laut einem Gutachten der Universität Bern waren diese menschenrechtswidrig, so berichtete die Menschenrechtsorganisation humanrights.ch im Januar 2026 auf ihrer Internetseite.

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«So etwas darf niemals vergessen werden»

Die Zerstörung im Gazastreifen ist unvollstellbar.

Die Zerstörung im Gazastreifen ist unvollstellbar.

sit. Anna arbeitet für eine humanitäre Organisation im Gaza. Im Gespräch erzählt sie über das tägliche Überleben der Menschen, über die nicht vorstellbare Zerstörung, was die Bevölkerung über die Hamas denkt, über die Gastfreundschaft der Palästinen-ser:innen und zu welchem Anlass drei Hühner zum Preis von je 80 Franken gekauft wurden.

«Schreib nicht meinen richtigen Namen, auch nicht jenen meiner Organisation, für die ich arbeite. Sonst riskiere ich, nicht mehr reinzukommen», bittet ganz zu Beginn meine Gesprächspartnerin. Wir einigen uns auf den Namen Anna. Sie fügt an: «Das letzte Mal hing es von der Laune einer jungen Soldatin ab, ich schätzte sie so um die 20, mit langen, bemalten Fingernägeln, stylisch geschminkt und mit einer Maschinenpistole in den Händen.» Anna war von Anfang September bis Mitte Dezember 2025 in Gaza tätig und wird dort ihre Arbeit nach einem zweiwöchigen Urlaub wieder aufnehmen. » Weiterlesen

Im Gedenken an die 29 Feminizidein der Schweiz!

Sevin Satan

Es waren 29 Feminizide in der Schweiz letztes Jahr! 29 Frauen, die nicht mehr unter uns sind. 29 Leben, die nicht mehr weiterleben durften, weil ihre Partner oder Ex-Partner dies so entschieden haben. Und nein, es sind nicht nur Ausländer, die töten, es sind auch Schweizer, die töten! Und nein, die Frauen haben keine Schuld. Denn es steht ja nicht auf der Stirn ihres Partners oder Ex-Partners, die sich mal gegenseitig geliebt haben: Ich werde dich zur gegebenen Zeit töten, aus Macht, Frust oder Eifersucht. Patriarchale Geschlechterrollen prägen Täter, weniger deren Nationalität, Herkunft oder sozialer Status! So kann es auch jede Frau treffen. » Weiterlesen

Irrer Vogel Do

Gaudenz Pfister

Auf einer fernen Insel gab es einmal einen verrückten Vogel, der mit lautem Kreischen umherhüpfte und die Menschen mit seinem gewaltigen Flügelschlagen erschreckte. Gebannt schauten sie ihm zu und merkten gar nicht, wie ihre Insel immer schneller wegdriftete. Erst als der Vogel wegflog, fiel einigen auf, dass sie nicht mehr am gleichen Ort waren. Den meisten war das aber egal, da sie sich immer noch auf derselben Insel befanden. Bis sie in einen grossen Strudel gerieten und auf den Meeresgrund gerissen wurden.Die Geschichte um den irren Vogel ist erfunden, die Verhältnisse sind es nicht. Wer ständig auf Trumps Eskapaden starrt und hofft, der Spuk sei nach seiner Präsidentschaft vorbei, verpasst die tektonischen Veränderungen im Machtgefüge der Welt.

Wenn Trump Grönland militärisch okkupieren will, wähnt man sich mit einer Zeitmaschine zurück vor den Ersten Weltkrieg versetzt. Doch wer zuschaut, wie offen Trump versucht, die EU zu zersetzen, indem er nationalistische Parteien unterstützt, sollte eigentlich begreifen, dass Freundschaft ein anderes Wort für Unterwerfung ist. Auch bürgerliche Medien schreiben mittlerweile von Imperialismus und Rückfall in alte Zeiten. Da sie damit aber nur Trumps aggressives Gehabe meinen, sehen sie nicht, was dieses antreibt. Wir können dagegen auf Lenins scharfsinnige Analyse des Imperialismus zurückgreifen. Der Wettkampf der grossen Tech-Firmen, wer die zentralen Stellungen beherrscht; die Kanonenboot-Politik der grossen Mächte um Ressourcen wie seltene Erden, Computer-Chips und Erdöl; Investmentfirmen und Hedge-Fonds, die alle grösseren Firmen durchdringen und darauf ihre riesigen Spekulationen aufbauen: Das ist Imperialismus. Aggression ist notwendige Folge, wenn andere Firmen oder Regierungen diese Aneignung behindern.

Wie es scheint, ist die Zeit des friedlichen Imperialismus vorbei – wenn man unter Frieden versteht, dass die Menschen im westlichen Europa von kriegerischen Ereignissen verschont bleiben. Für manche Teile der Welt galt das ja schon bisher nicht. Warum aber gerade jetzt? «Friedliche» imperialistische Ausdehnung ist wirtschaftliche Machtballung, punktuelle militärische Interventionen, freundliche Anweisungen an verbündete Politiker:innen. Es braucht einen irren Vogel, der die Dynamik anheizt. Getragen von den Tech-Industriellen, Rüstungsfirmen und Ölkonzernen, getrieben von persönlicher Gier, zwingt er die verschiedenen Konzerne, die Expansion zulasten ihrer heutigen Profite mitzumachen, um in Zukunft noch mehr zu beherrschen und zu verdienen. Diese Dynamik bleibt, auch wenn Trump weg ist, daran kommt auch die nächste Präsidentin nicht vorbei. Opa Biden hat die Politik der ersten Präsidentschaft Trump im Wesentlichen weitergeführt, nur etwas freundlicher.

Selbst ein Krieg zwischen Westeuropa und den USA ist nicht mehr undenkbar. Darüber zu spekulieren ist aber nicht sinnvoll. Wir brauchen nicht Prophezeiungen, sondern einen klaren Blick auf die Triebkräfte des Imperialismus. Nur so sehen wir, wenn sich Handlungsräume für kommunistische Politik öffnen.

Gaudenz Pfister,
Mitglied der Pda Zürich

Zuerst Sanktion, dann Völkerrecht

dom. Die Schweiz sperrt Maduros Vermögen und schiebt eine wirkungslose Verurteilung des US-Angriffs hinterher. Diese Reihenfolge ist nicht etwa ein Kommunikationsfehler – sie offenbart, welche Richtung die schweizerische Aussenpolitik eingeschlagen hat.

Kaum war Nicolás Maduro aus dem Verkehr gezogen, beschloss der Bundesrat die Sperrung allfälliger Vermögenswerte aus dem Umfeld des abgesetzten
venezolanischen Präsidenten. Betroffen sind 37 Personen, um wieviel Geld es geht, bleibt im Dunkeln. Wenig später hat das Aussendepartement (EDA) das Vorgehen der USA verurteilt. Es habe «keine Rechtfertigung für diesen Angriff» vorgelegen, die Gefangennahme von Maduro verstosse gegen das Völkerrecht. » Weiterlesen

Internationale Solidarität

Redaktion. Die Partei der Arbeit der Schweiz verurteilt den Angriff der USA auf Venezuela und ruft um Protest auf. Auch bringt sie in einer weiteren Medienmitteilung ihre Solidarität mit der Bevölkerung in Aleppo zum Ausdruck.

«Die Entführung eines Staatspräsidenten durch die USA ist ein beinahe unglaublicher Vorgang», sagt PdAS-Co-Präsident Alexander Eniline. Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) bekräftigt ihre Solidarität mit der bolivarianischen Republik Venezuela. Sie verurteilt den völkerrechtswidrigen Angriff der US-Regierung auf den souveränen Staat und seine gewählte Regierung. Die PdAS fordert die Schweizer Regierung und alle demokratisch gesinnten Menschen auf, gegen diesen terroristischen Akt zu protestieren. Hände weg von Venezuela! » Weiterlesen

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