«Und kam vil geltz in das lant»

Die Schweizergarde ist das einzige noch existierende Überbleibsel der Reisläuferei.
Bild: Wikimedia

flo. Vom ausgehenden Mittelalter bis ins 19.Jahrhundert gingen bis zu 1,5 Millionen Schweizer ins Ausland, um sich dort als Söldner zu verdingen. Die Reisläuferei, wie das Schweizer Söldnerwesen genannt wird, entstand dabei im Kontext frühkapitalistischer Strukturveränderungen. Und sie war selber eine Kommodofizierung von Gewalt.

«Point d‘argent, point de Suisse» – kein Geld, keine Schweizer: Kaum ein Sprichwort dürfte das spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Söldnertum in der Schweiz klarer auf den Punkt bringen als der Ausspruch, der im 16. Jahrhundert entstanden sein dürfte.

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