Es geht vorwärts mit der PdA

sit. In Basel wurde die Initiative «1-Franken-U-Abo für alle» eingereicht. In den Städten Zürich und Winterthur tritt die Partei zu den Wahlen für die Exekutive der beiden Städte an. Und Anfang November fand der 25.Kongress der Partei statt – es läuft was bei der PdA.

«Die Unterschriftensammlung für die Initiative ‹1-Franken-U-Abo für alle› ist abgeschlossen. Über 6500 Menschen in Basel-Stadt haben die kantonale Initiative unterschrieben. Das Sammelziel wurde damit deutlich übertroffen, sodass die Initiative bereits am 20. November 2025 an den Grossen Rat übergeben werden konnte», ist auf der Website der Basler Sektion der Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) zu lesen. Gesammelt wurden die Unterschriften von der PdA Basel sowie der Basler Sektion der PdAS.

Alles andere als ein Luxusprojekt
Ein toller Erfolg, der das Resultat der Zusammenarbeit der beiden kommunistischen Parteien in Basel zeigt. Und der auch beweist, dass «im Kanton ein starkes Bedürfnis besteht, öffentliche Verkehrsmittel sozialverträglich zu gestalten», ist in der Mitteilung der Basler Genoss:innen weiterzulesen. Kinder und Jugendliche fahren in Basel-Stadt bereits seit April 2024 mit dem sogenannten «U-Abo» für einen Franken pro Tag. Die Initiative verlangt nun, dass dieses Modell der bezahlbaren Mobilität auf alle steuerpflichtigen Einwohner:innen ausgeweitet wird.
Mit Blick auf die in vielen Branchen stagnierenden Löhne sowie auf die rapide gestiegenen Lebenshaltungskosten handele es sich bei der Initiative «nicht im Geringsten um ein Luxusprojekt, sondern um eine minimale und pragmatische Form der Umverteilung», so die Basler Sektion der PdAS weiter. In der Tat: Mobilität ist Teil der grundlegenden Infrastruktur, mit der eine Gesellschaft «am Laufen gehalten» und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben garantiert wird. Wer zur Arbeit muss, eine Lehre macht, Kinder betreut, Angehörige pflegt, in den Ausgang oder an den Rhein geht, muss sich den Weg dorthin leisten können. So hält die Basler Sektion der PdAS folgerichtig fest: «Je teurer der öffentliche Verkehr, desto mehr Menschen werden von der Teilhabe am Leben ausgeschlossen.» Ausserdem erachtet die PdAS die Klimaziele und deren sozial gerechte Umsetzung als unumgänglich. Die Initiative hat gute Chancen, bei den Stadtbasler:innen eine Mehrheit zu finden.

Der Parteitag
Bleiben wir kurz in der Rheinstadt, in der am 8. und 9.November der 25.Parteitag der PdAS stattfand. Dieser war hauptsächlich der Diskussion und Verabschiedung von zwei wichtigen Resolutionen gewidmet, die die zukünftige Ausrichtung der Partei festlegen und als Grundlage für das neue Parteiprogramm dienen werden: eine allgemeine politische Resolution und eine Strategie-Resolution.
Die «Allgemeine politische Resolution» befasst sich einerseits mit den vielfältigen Krisen des Kapitalismus auf internationaler und schweizerischer Ebene und andererseits mit dem Kampf der PdAS für die Verbesserung der Lebensbedingungen der grossen Mehrheit der Bevölkerung und gegen den sich immer weiter ausbreitenden Militarismus und Imperialismus.
Die «Strategie-Resolution» erneuert und aktualisiert die Strategie der PdAS, einer kommunistischen Partei, die auf den Grundlagen des Marxismus steht und sich das Ziel des Aufbaus einer neuen, sozialistischen Gesellschaft setzt. Hierfür ist es vor allem notwendig, die Partei, den Kontakt zu den Massen und das Engagement in Bewegungen und Institutionen weiter zu stärken. Die PdAS sieht es als ihre Aufgabe, eine Mehrheit der Bevölkerung zu organisieren, die mittels einer breiten Volksbewegung an die Macht gelangen und so einen systemischen Wandel mit demokratischer Legitimität herbeiführen kann.
Wie von den Statuten vorgesehen, wurden am Kongress die Parteiinstanzen neu gewählt. Das neue Zentralkomitee besteht aus 38 Genoss:innen aus allen Sektionen, während die Parteileitung neu acht Genoss:innen zählt. Schliesslich wurde der Genosse Alexander Eniline (Sektion Genf) als Co-Präsident wiedergewählt und durch Timeo Antognini (Sektion Bern) ergänzt. «Die Partei der Arbeit der Schweiz blickt auf einen erfolgreichen Parteitag zurück, der die nationale Partei gestärkt, aber auch auf die grossen Aufgaben hingewiesen hat, die vor ihr liegen», so die Zusammenfassung der PdAS ihres 25. Parteitags, welche die Lage der Partei gut auf den Punkt bringt.

Feministische Forderungen
Ab in den Kanton Zürich, zuerst in die Limmatstadt selbst. Hier nimmt die Zürcher Sektion der PdA erneut mit einer eigenen Liste an den Gemeinderatswahlen vom 8. März 2026 teil. Die nötigen Arbeiten für die Wahlkampagne laufen auf Hochtouren (auf Seite 8 ist das Wahlplakat der PdAZ zu sehen). Neu – und schon fast von historischem Ausmass – ist der Fakt, dass die PdAZ auch an den Wahlen für den Stadtrat (Exekutive) teilnimmt. Dies mit den beiden Genossinnen Sevin Satan und Rita Maiorano. Wir erinnern uns: Sevin und Rita hatten bereits bei den letzten Ständeratswahlen teilgenommen – und dabei ein sehr erfreuliches Resultat erzielt. Und da die Wahlen in Zürich im nächsten Jahr auf den internationalen Frauentag fallen, lag es schon fast auf der Hand, diese Chance zu nutzen. «Wir wollen, dass die Forderungen des feministischen Streiks nicht in Vergessenheit geraten», hält Sevin Satan fest. «Die 35-Stunden-Woche ohne Lohneinbusse, die Senkung des Rentenalters und eine Rente, die ein würdiges Leben im Alter ermöglicht; das sind die Forderungen, für die wir uns einsetzen», hält Genossin Sevin fest.

Gegensteuer geben – jetzt!
Von der Limmatstadt in die Eulachstadt nach Winterthur: Mit Noah Ziegler und Richard Müller treten zwei Arbeiter für die PdA bei den Wahlen für den Stadtrat (Exekutive) an. Noah Ziegler, Bauspengler von Beruf, erklärt: «Das Leben wird für viele Menschen in der Stadt unbezahlbar. Es ist wichtig, jetzt Gegensteuer zu geben. Es braucht Leute wie uns, die sich tatsächlich dafür einsetzen, dass bessere Arbeitsbedingungen für alle, die hier arbeiten, durchgesetzt werden und die Mieten endlich sinken.»
Mit den PdA-Kandidat:innen hat die stimmberechtigte Bevölkerung die Möglichkeit, Lohnabhängige und keine Technokraten, in die Stadtregierung zu wählen. «Höhere Löhne, tiefere Mieten, Frieden und Kampf gegen das Patriarchat – so lautet das Programm der Partei der Arbeit und dafür werden sich ihre Kandidat:innen in der Regierung einsetzen», hält die PdA in ihrer Medienmitteilung fest. Auf in den Wahlkampf, Genoss:innen!

7 Kommentare

  • Peter Schöchlin

    Heute Samstag, 13. Dezember, veröffentlichte der Landbote Winterthur, im Besitze der Tamedia – Coninx-Familie, die AnwärterInnen auf einen Stadtratssitz in Winterthur. Die Wahlen finden im März 2026 statt. Mit keinem Wort wurden die Kandidaturen der PdA Winterthur erwähnt. Einmal mehr zeigt sich an diesem Beispiel, wie „demokratisch“ das Bürgertum fungiert, denn der Landbote ist und war immer eine sehr rechtsbürgerliche Zeitung und hat eigentlich das Monopol für die Stadt und die Agglomeration.

    • Hugo

      Du hast absolut recht, nur von wo sollten die wissen dass die (in Winterthur anonyme) pda Kandidaten hat? Ich würde ja gerne etwas Propaganda machen, nur fehlen mir die Unterlagen….. sicher hat die Partei in Winterthur sympis, aber wir können uns nicht finden….

  • Paul Biotti

    Leider unterstützt die AL Winterthur diese Kandidatur nicht. Auf die Argumente warte ich noch.

  • Bs

    Leider sieht und hört man in Winterthur nie etwas von der pda. Ihre beiden Stadtratskandidaten werden darum eher ein peinliches Wahlresultat erreichen. Also kontraproduktiv! Potenzial wäre vorhanden…..

  • Hugo

    Aksimet??? In der Sprache der Imperialisten???? Oh oh wie schottet ihr euch ab. Schon mal was von Massen Linie gehört??

  • Genosse H

    Wozu den?

  • Hugo

    Freischalten gleich Zensur??? Angst vor Diskussion?? Dann halt….

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