Doch gar nicht so alternativlos
flo. Und wieder könnte ein Flieger zum grössten Beschaffungsdebakel der Schweizer Armee der letzten Jahre werden. Die USA stellen sich auch bei Rüstungsgeschäften als unzuverlässige Partnerin heraus – und plötzlich müssen Militärs und Sicherheitspolitiker:innen einen Plan B für den angeblich nötigen F-35 finden.
Noch im September 2025 hatte der Bundesrat so getan, als sei die Anschaffung von 36 F-35-Tarnkappen-Kampfflugzeugen von Lockheed-Martin alternativlos, wenn man nicht ab 2032 «Gefahren aus der Luft schutzlos ausgeliefert» sein wolle. Heute zeigt sich: Es handelt sich schlicht um verlogene Angstrhetorik, insbesondere seitens des Bundes, so zu tun, als hinge die Luftraumsicherung der Schweiz einzig von Fliegern ab. Dass der Bund mit einer derart grossen Kelle austeilt, wenn es darum geht, drohende Gefahren an die Wand zu malen, dürfte viel damit zu tun haben, wie heftig manche Rüstungsgeschäfte – vor allem Kampfjets – in der Vergangenheit Schiffbruch erlitten haben.
