Im Dienste Washingtons
flo. Die Beziehung zwischen der Schweiz und Kuba nach der kubanischen Revolution war vor allem von einer Sache geprägt: dem Versuch Berns, eine willige Vollzugsgehilfin amerikanischer geopolitischer Interessen zu sein. Die schweizerische «Neutralität» ist in diesem Kontext eine noch grössere Farce als sonst schon.
Mit der Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro durch die USA scheint die Monroe-Doktrin in eine neue Phase eingetreten zu sein. Lateinamerika ist für das Weisse Haus seit mehr als 200 Jahren ein geopolitischer Hinterhof, in dem Diktatoren an die Macht geputscht, Befreiungsbewegungen militärisch zerschlagen, Kapitalinteressen geschützt und Menschen- sowie Grundrechte mit Füssen getreten werden, wenn es den Interessen Washingtons diente. Wenig erstaunlich daher, dass das revolutionäre Kuba dem Weissen Haus ein Dorn im Auge ist. Kuba stürzte den US-gestützten Diktator Batista und näherte sich der Sowjetunion an.
