Lokführer:innen streiken in Spanien

Ralf Streck. Die grosse spanische Lokführergewerkschaft SEMAF hatte nach tödlichen Unfällen in Andalusien und Katalonien zum dreitägigen Streik aufgerufen. Der Streik sorgte für ein massives Chaos im Zugsystem, wurde aber nach Zugeständnissen vorzeitig beendet. Das Chaos im ausgebluteten System in Katalonien bleibt weiterhin, wogegen auch stark demonstriert wird.

«Die schweren Unfälle in Adamuz und Gelida, bei denen viele Menschen ums Leben kamen, stellen einen Wendepunkt dar», so begründete die grösste spanische Lokführergewerkschaft SEMAF einen dreitägigen Streik im spanischen Zugsystem. Dies sei der «einzige legale Weg», um «die Sicherheitsstandards wiederherzustellen», schrieb die SEMAF im Aufruf. Mit dem Ausstand vom 9. bis 11. Februar forderte die Gewerkschaft von der Regierung, endlich «alle notwendigen Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit des Bahnbetriebs» zu ergreifen. Dazu forderte sie bessere Gehälter, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal, um der Überlastung der Belegschaft zu begegnen. Kritisiert wurde zudem die zunehmende Privatisierung.

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«Wir rufen alle Demokrat:innen weltweit zu politischer Unterstützung auf»

Redaktion. Der Kurdische Rote Halbmond (Heyva Sor a Kurd) leistet unter extremen Risiken medizinische Nothilfe für weit über 100 000 Geflüchtete in Nordostsyrien. Mitte Februar erstellte die Organisation einen Bericht zur Lage vor Ort. Wir veröffentlichen einen Teil davon.

Wir alle schöpften Hoffnung auf eine bessere Zukunft für ganz Syrien nach den Vereinbarungen vom 10. März 2025 sowie im April mit der Übergangsregierung in Damaskus. Auch wenn die Angriffe und Massaker durch Regierungstruppen gegen die alawitische Bevölkerung in den Küstenregionen das erste Anzeichen dafür waren, dass es keinen Frieden geben würde und Diskriminierung sowie Unterdrückung von Minderheiten weitergehen würden wie zuvor, haben wir die Hoffnung nicht verloren. » Weiterlesen

Nein zum Landraub!

Redaktion. Indigene Gemeinschaften in Malaysia, Frauen in Kamerun, von Vertreibung betroffene Familien in Simbabwe: Sie alle kämpfen gegen Landraub durch mächtige Unternehmen, der meist in Komplizenschaft mit den Behörden geschieht. Die Betroffenen fordrn selbstbewusst ihre Rechte und ihre Mitsprache ein.

«Kein Ausverkauf, kein Raub unseres Landes!» – Anwohnerinnen einer Kautschukplantage in Kamerun wehren sich dagegen, dass sich die Plantage des Unternehmens SudCam immer mehr auf Kosten der 25 angrenzenden Dorfgemeinschaften ausdehnt. SudCam produziert pro Jahr rund 80 000 Tonnen Kautschuk für Tochterfirmen bekannter Konzerne wie Goodyear. Das Unternehmen hat den Gemeinschaften den Bau von Schulen, Busverbindungen und Jobs versprochen.

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Das Schwert über unserm Haupt

flo. Die Geschichte der ersten hundert Jahre der Schweizer Armee wird meist mit einigen Lücken erzählt. Die Rolle als politisches Werkzeug erfüllte die Armee vor allem in der ersten Hälfte ihrer Existenz mit tödlicher Gewalt. Doch auch heute gehört der Einsatz im Innern weiterhin zu ihren Kompetenzen.

Am 9. November 1918 wurde der Klassengegensatz in der Schweiz so deutlich wie kaum je zuvor. An diesem Tag schwiegen die Waffen in Europa noch nicht. Der Waffenstillstand von Compiègne trat erst zwei Tage später in Kraft und beendete damit das weltweite Schlachten – oder lenkte es zumindest nach innen. Während des vierjährigen Krieges mussten Hunderttausende Schweizer im Rahmen der Kriegsmobilmachung in die Armee einrücken. Sie hatten vor allem die Grenzen zu schützen.

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