100 Jahre Oktoberrevolution – Das Buch!

Die sozialistische Revolution im Jahr 1917, angeführt von Lenin, hat die Welt verändert. Darüber besteht kein Zweifel. Doch welche Bedeutung hat sie 100 Jahre später in einer im Vergleich zu damals völlig anderen Welt? Welche Lehren und Schlüsse können heute für die Zukunft noch gezogen werden? Oder ganz einfach: Was bleibt von ihr heute? Die Suche nach Antworten, denn es kann unmöglich nur eine geben, ist der rote Faden dieses Buchs.

Verlagsgenossenschaft vorwärts, Hardcover, 126 Seiten gebunden mit 15 Bildtafeln in Gold, Schwarz und Rot. Verschiedene AutorInnen. Gestaltung und Illustrationen von Christoph Stettler.
Bestellen unter redaktion@vorwaerts.ch. Kosten: Fr. 30.– inkl. Versand.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Von Siro Torresan

Die Oktoberrevolution: Was bleibt?
Von Hans Heinz Holz

Die proletarische Kulturrevolution in Sowjetrussland
Von Manfred Vischer

Neues Kapitel der Weltgeschichte
Von Nick Brauns

Lenin und sein Wirken in der Schweiz
Von André Rauber

Sieg der Arbeiter- und Bauernrevolution
Von André Rauber

In die Gleichberechtigung katapultiert
Von Sabine Hunziker

Berichte aus der jungen Sowjetunion
Von Manfred Vischer

Familie im Kulturkampf
Von Sabine Hunziker

Die sexuelle Frage gehört zur Revolution
Von Sabine Hunziker

Hochstapelei, Bittschrift und Revolution
Von Damian Bugmann

G20-Riots und Revolution
Von Peter Novak

Fritz Platten: Bolschewik und Schweizer?
Von Urs Rauber

Im plombierten Wagen durch Deutschland
Von Karl Radek

Oktoberrevolution: What’s left?
Von Tibor Zenker

Das Signal zum Aufstand
Von Gerhard Feldbauer

Kino als Träger einer Bewegung
Von Sabine Hunziker

Eine der Kernfragen der Revolution
Von der Redaktion

Parteigenossen!
Rede von Lenin in Bern 112

Von der Oktoberrevolution zum Völkerrecht
Von Peter Alfons Steiniger und Tarek Idri

Zum Buch

Welchen Beitrag soll und kann der vorwärts zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution leisten? Als wir uns ab Mitte 2016 mit dieser Frage beschäftigten, wurde uns schnell eines klar: Es sollte mehr sein als «nur» eine einmalige Sache wie etwa eine Sonderbeilage von acht Zeitungsseiten oder ein Diskussionsabend, denn zu wichtig ist dieses historische Ereignis für jene Linke, die weiterhin die Überwindung des Kapitalismus und den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft auf ihre roten Fahnen geschrieben hat. Und zu dieser Linken gehören wir, seit es uns gibt, und wir sind stolz darauf. Die Oktoberrevolution ist somit Bestandteil unserer eigenen Geschichte, die des vorwärts und die der Trägerin dieser Zeitung, der Partei der Arbeit. Daher war es ein Ansporn, die eigene Geschichte «selber» zu schreiben; wenn es unsere GegnerInnen tun, wissen wir genau, was dabei herauskommt. Aber wir wollten nicht nur einen geschichtlichen Rückblick, denn: «Politisches Handeln ist mehr als nur die Umsetzung von Theorie in Praxis. Es ist vor allem auch Vergegenwärtigung historischer Erfahrung, der Erfolge und Fehler der eigenen Geschichte», schreibt der im 2011 verstorbene deutsche Philosoph und Kommunist Hans Heinz Holz in seinem Buch «Niederlage und Zukunft des Sozialismus» aus dem Jahr 1991. Und um die Wichtigkeit der eigenen Geschichte zu unterstreichen, sei ein anderer grosser Denker und Kommunist des 20. Jahrhunderts zitiert, Pietro Ingrao: «Wer ohne Vergangenheit ist, hat keine Zukunft und ist zu einem ewigen Präsens verdammt.» Genosse Ingrao starb 2015 in Rom im hohen Alter von 100 Jahren. Holz und Ingrao fordern uns auf, den Blick vorwärts zu richten, die von Lenin gestellte Frage «Was tun?» immer neu zu denken, indem wir aus unserer Geschichte lernen, die aus Siegen, Niederlagen und Irrtümern besteht. So entschieden wir uns für ein ambitiöses Projekt: die Oktoberrevolution über das ganze Jahr 2017 in der Zeitung zu thematisieren, dabei verschiedene Aspekte zu beleuchten und am Ende sämtliche Text in einem Buch zu veröffentlichen.
Was bleibt also von der sozialistischen Oktoberrevolution heute? Um Antworten auf diese Frage zu finden, müssen die historischen Verhältnisse und die Entwicklungen, die zur Revolution führten, verstanden werden. Von zentraler Bedeutung hierbei sind natürlich das Wirken Lenins, seine theoretischen Lehren wie auch sein praktisches Handeln innerhalb und ausserhalb der bolschewistischen Partei. Lenin reiste bekanntlich aus seinem Schweizer Exil von Zürich im «plombierten Wagen» zurück nach Russland, um die Revolution zu starten. So will es die Geschichte, dass Schweizer GenossInnen in den Monaten und Wochen vor der Machtübernahme der Bolschewiken eine bedeutende Rolle zukam. Eine wichtige Persönlichkeit war dabei Fritz Platten. Wer war dieser Mann? Welchen Einfluss hatte er auf die Schweizer ArbeiterInnenbewegung jener Jahre? Und: Welchen Einfluss hatte Lenin selber auf das Proletariat und dessen Organisationen in der Schweiz? Es versteht sich von selbst, dass diese Aspekte der Oktoberrevolution im Buch Platz finden.
«Mit der Übernahme der Macht durch die Bolschewiki bekam das Proletariat in Russland Zugang zu Bildung und Kultur.
In den Fabriken und Arbeiterklubs entstanden Theater- und Chorzirkel. Studios und Laboratorien für literarisches Schaffen, Musik und bildende Kunst breiteten sich aus. Kunst als Selbstzweck existierte nicht mehr», schreibt Genosse Manfred Vischer in seinem Beitrag zum Aspekt der Kunst und Kultur. Damit ist auch gesagt, dass die sozialistische Revolution zu radikalen Veränderungen in der Gesellschaft führte. Was brachten sie in Russland, in ganz Europa und dem Rest der Welt ins Rollen? Speziell und besonders betroffen von den tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen waren die Frauen. Die Oktoberrevolution ermöglichte ihnen eine bisher noch nie gekannte gesellschaftspolitische Stellung, Mitbestimmung und Mitgestaltung. Grund dafür war, dass die revolutionären Ideen nicht vor Fragen der Gleichberechtigung, Familienpolitik und traditionellen Beziehungsformen haltmachten. Ganz im Gegenteil! Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten RevolutionärInnen wie Alexandra Michailowna Kollontai, die unter anderem forderte, dass Sexualität so normal werden solle, wie Wasser aus einem Glas zu trinken. Das Bewusstsein und Wirken der Revolutionärinnen riss patriarchale Mauern nieder, vor allem in den Köpfen der Menschen, und führte zur Erkenntnis: keine Befreiung der Frau ohne Sozialismus, kein Sozialismus ohne Befreiung der Frau. Ein spezieller Dank geht hier an die Genossin Sabine Hunziker aus Bern, die mit ihren Texten zur Kultur- und Frauenpolitik diese wichtigen Aspekte der Revolution beleuchtet.
Was bleibt also heute noch von der sozialistischen Revolution? Wir suchten nach Antworten, fanden einige, aber vor allem entstanden bei der Suche viele weitere Fragen. Und das ist gut so, denn es beweist: Wir leben und das Ende der Geschichte ist für uns noch lange nicht geschrieben!

Autorinnen und Autoren

Nick Brauns
Nick Brauns promovierte in München über die Rote Hilfe Deutschlands. Er veröffentlichte eine Reihe von Büchern und Artikeln zur Geschichte der ArbeiterInnenbewegung in Deutschland sowie zur Geschichte und Politik der Türkei und des Nahen Ostens. Er ist seit 1997 regelmässiger freier Autor der Tageszeitung «junge Welt», deren bayerisches Regionalbüro er im Jahr 2006 für ein Jahr geleitet hatte. Brauns lebt und arbeitet in Berlin. Seit 2007 ist er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter der innenpolitischen Sprecherin der Linksfraktion Ulla Jelpke im Deutschen Bundestag tätig. Er gehört selbst keiner Partei an. Er ist Vorsitzender des nach einem unter dem Nationalsozialismus ermordeten Rechtsanwalt der Roten Hilfe Deutschlands benannten Hans-LittenArchivs e.V. (Verein zur Errichtung und Förderung eines Archivs der Solidaritätsorganisationen der Arbeiter- und Arbeiterinnenbewegung und der sozialen Bewegungen) in Göttingen.

Damian Bugmann
Damian Bugmann ist Publizist und Redaktor, Lyriker und Erzähler, aktiv in der Partei der Arbeit und lebt am Jurasüdfuss. Er studierte Germanistik, Geschichte und Ethnologie in Zürich und Bern. Ende der Siebzigerjahre und in den Achtzigern war er in ökologischen und politischen Bewegungen aktiv und Redaktor oder Freischaffender linksalternativer Medien. Er arbeitete auch als Lehrer, Obdachlosenbetreuer, Kellner und Hilfsarbeiter. In der Zeit als Vater und Hausmann war er bei bürgerlichen Print- und Onlinemedien und in den letzten Jahren beim vorwärts, dort seit 2017 als Redaktor. Er gestaltete politische und kulturelle Strassenaktionen mit, pflegt Zusammenarbeit mit SchriftstellerInnen und Musiker-Innen, live und auf CD, und ist Autor von zahlreichen literarischen und journalistischen Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien, auf CD-Covers und in eigenen Büchern, zum Beispiel in «Krisenschwindel Sparplünderung Wettbewerbsreligion» oder der Trilogie «Planet, Primaten, Patriarchat».

Gerhard Feldbauer
Gerhard Feldbauer (*1933) ist ein deutscher Journalist und Historiker und war Diplomat der DDR. Der Diplom-Journalist Feldbauer arbeitete für ADN, die Nachrichtenagentur der DDR, und «Neues Deutschland» als Auslandskorrespondent in Vietnam und längere Zeit in Italien. Von 1981 bis 1983 war er Botschaftsrat in Algerien, ab November 1983 Botschafter in Zaire. Feldbauer hat Bücher zur Geschichte Italiens verfasst und ist Italienkorrespondent für die Zeitungen «Neues Deutschland», «junge Welt» und «Unsere Zeit» über Italien.

Hans Heinz
Holz Hans Heinz Holz (1927–2011) war ein deutscher marxistischer Philosoph. 1994 wurde er Mitglied der Deutschen Kommunistischen Partei, an deren neu
em Programm nach der Wende er massgeblich mitarbeitete. Holz veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte und Systematik der Dialektik, zur Theorie der Kunst und zu KünstlerInnen der Gegenwart sowie zu Problemen der Gesellschaftswissenschaften und Politik. Er war einer der Herausgeber der Theoriezeitschrift «Marxistische Blätter». Er trat gegen orthodoxe Erstarrungen für die Pluralität des marxistischen Denkens im Bewusstsein ein.
Sabine Hunziker Sabine Hunziker (1980) ist Parteimitglied der PdA Bern. Neben der regelmässigen Mitarbeit beim vorwärts Schweiz schreibt sie gelegentlich für andere linken Tages- und Wochenzeitungen und hat bisher zwei Sachbücher und einen Roman veröffentlichen können.

Tarek Idri
Tarek Idri (*1991) ist in Zürich geboren und aufgewachsen. Er hat algerische Wurzeln. Nach der Kantonsschule studierte er Sprachen und Philosophie. Seit Oktober 2014 arbeitet er als Redaktor beim vorwärts. Er ist Aktivist bei der Partei der Arbeit und bei der Kommunistischen Jugend.

Peter Nowak
Peter Nowak ist freier Journalist mit dem Schwerpunkt soziale Bewegungen und lebt in Deutschland. Er schreibt unter anderem für die «Taz», die «Jungle World», den «Express» und den vorwärts. Er ist Mitglied der Mediensektion der FAU Berlin.

Karl Radek
Karl Radek, gebürtig Karol Soberlsohn, (1885–1939) war ein österreichischjüdischer Kommunist. Er trat 1904 der polnischen Sozialdemokratie bei. Wegen seiner Beteiligung an der Russischen Revolution von 1905 inhaftierten ihn die russischen Behörden für ein Jahr. 1907 emigrierte Radek nach Deutschland, wo er Mitglied der SPD wurde. Er gehörte zum linken Flügel der SPD und wurde wegen scharfer Angriffe auf Kautsky aus der Partei ausgeschlossen. Er schloss sich dann, schon vor dem Ersten Weltkrieg, dem späteren Revolutionsführer Lenin an und war einer seiner Vertrauensleute im Schweizer Exil. Er nahm an der Zimmerwalder Konferenz teil. Radek begleitete Lenin im April 1917 auf dessen Rückreise nach Russland über Deutschland und Schweden. Er wurde in Folge 1918 Delegierter bei den Friedensverhandlungen zwischen Deutschland und Sowjetrussland, die zum Friedensvertrag von Brest-Litowsk führten. Später war er in der KPD aktiv, dann Rektor an einer sowjetischen Universität. In den 20erJahren gehörte Radek zur Opposition um Trotzki, wurde 1927 aus der Partei ausgeschlossen und nach Sibirien verbannt. Nach seiner Rückkehr arbeitete er als Journalist, bis er 1937 im zweiten Moskauer Schauprozess zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt wurde. Er starb wahrscheinlich 1939 in einem Arbeitslager.

André Rauber
André Rauber ist 1941 in der Deutschschweiz geboren und hat eine Ausbildung zum Buchhändler gemacht. Über lange Jahre bekleidete er verschiedene Ämter in der Partei der Arbeit in der Romandie. Ab 1970 war er Redaktor, ab 1982 Chefredaktor der «Voix Ouvrière». 1988 begleitete er seine Frau im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit nach Mali, Niger und Madagaskar. Gleichzeitig arbeitete er an seinem umfassenden Werk über die Geschichte der kommunistischen Bewegung in der Schweiz bis 1990, «Formierter Widerstand», das er nach seiner Rückkehr vollendete.

Urs Rauber
Urs Rauber (*1948) ist ein Schweizer Journalist und Schriftsteller. Er studierte Geschichte, Publizistik und Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich sowie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dieses konnte er 1985 mit einer Dissertation über Schweizer Industrie in Russland und damit verbundener Promotion abschliessen. Erste journalistische Erfahrungen sammelte Rauber bei einer Gewerkschaftszeitung. 1987 erhielt er eine Anstellung beim «Beobachter». Für diesen arbeitete er bis 2001 als Redaktor, ehe er in gleicher Funktion zur «NZZ am Sonntag» wechselte. Er ging Ende September 2015 in Pension.

Peter Alfons Steiniger
Peter Alfons Steiniger (1904–1980) wuchs unter schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen in einer jüdisch-böhmischen Familie in Berlin auf. Stipendien ermöglichten ihm ein Studium der Rechtswissenschaften, Ökonomie und Philosophie. Er verkehrte damals in linksbürgerlichen Kreisen wie der «Gruppe Revolutionärer Pazifisten» und war Autor der «Weltbühne». 1933 wurde er aus «rassischen» Gründen von seiner Stelle beim Kammergericht entlassen und ernährte seine Familie durch Arbeiten als Bankkaufmann und Autor historischer Romane. 1935 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen. 1944 tauchte Steiniger unter. Im Juni 1945 wurde er Mitglied der illegalen KPD, 1946 Mitglied der SED. Nach dem Krieg erarbeitete er mit Otto Grotewohl den Verfassungsentwurf des «Deutschen Volksrats», die Vorlage der ersten Verfassung der DDR. Ab 1948 war er Professor für öffentliches Recht in Berlin. Er beschränkte sich ab 1950 zunehmend auf das Völkerrecht. Er setzte sich für den Uno-Beitritt der DDR ein; sein juristischer Scharfsinn wurde auch von GegnerInnen anerkannt. Er war Präsidiumsmitglied des Friedensrates der DDR (1950–74) sowie als Präsident der Liga für die Vereinten Nationen in der DDR (1955–80).

Siro Torresan
Siro Torresan wurde als Sohn italienischer Emigranten im Februar 1969 in Aarau geboren. Nach der KV-Lehre und wenige Jahren im erlernten Beruf arbeitete er rund zehn Jahre für die damalige Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI). In der Zürcher Sektion der GBI war er zuerst Jugendsekretär, dann Funktionär für das Maler- und Gipsergewerbe. Danach wechselte er in die Offene Jugendarbeit, wo er nun seit gut zwanzig Jahren tätig. Aus seiner Feder stammt das Fachbuch «Jugendarbeit konkret! Mehr als ein Ja oder Nein». Politisch ist er seit Anfang der 90er-Jahre in der Partei der Arbeit aktiv, wo er unter anderem auch Mitglied der Parteileitung ist. Ende der 90er war Siro Torresan bereits zwei Jahre lang in der Redaktion des vorwärts tätig und machte dabei die ersten Schritte im politischen Journalismus. Nach einer zweijährigen Pause ist er seit 2006 wieder Mitglied des Redaktionskollektivs.

Tibor Zenker
Tibor Zenker (*1976) ist ein österreichischer Autor und Politikwissenschaftler. In jungen Jahren war Zenker in der SPÖ-nahen Sozialistischen Jugend (SJÖ) aktiv als einer der Köpfe der StamokapStrömung in der SJÖ. Zwischen 1998 und 2001 war er Kolumnist der KPÖ-nahen Wochenzeitung «Volksstimme». Seit Oktober 2013 ist Zenker stellvertretender Vorsitzender der damals neu gegründeten Partei der Arbeit Österreichs, in der er als massgeblicher Ideologe gilt. Vor allem rund um die Themenbereiche Imperialismus und Faschismus hat Zenker ausserdem mehrere Sachbücher veröffentlicht sowie Beiträge zu verschiedenen Sammelbänden geliefert.

Manfred Vischer
Manfred Vischer ist heute freier Autor und wohnt in Winterthur. Die Krimis «Die Sanduhr» (2005), «Dr. Sartorius» (2007), «Inferno» (2008) und «Ave Helvetia» (2011) stammen aus seiner Feder. Manfred Vischer liess sich in Bern und New York als Verlags- und Antiquariatsbuchhändler ausbilden. Nach einem zweijährigen Verlags- und Druckereipraktikum in Tübingen wurde er 1965 Leiter des Verlags Huber in Frauenfeld. Von 1975 bis 1998 war er in der Zentralbibliothek Zürich tätig, wo er Ausstellungen realisierte (u. a. «Kunst und Arbeiterbewegung», «100 Jahre 1. Mai», «Alltag in Zürich zur Reformationszeit») und sich mit der Bearbeitung und Erschliessung von Inkunabeln (Wiegendrucken) befasste. Mafred Vischer ist seit Jahrzehnten aktives Mitglied der Partei der Arbeit (PdA). Lange Zeit war er Mitglied des Zentralkomitees und ist heute Mitglied der Kontrollkommission der Partei. Viele Jahre lang leistete er wertvolle Arbeit als Mitglied des Verwaltungsrats der Verlagsgenossenschaft vorwärts. In einer für den vorwärts schwierigen Zeit hat er mit Anjuska Weil das Co-Präsidium der Verlagsgenossenschaft übernommen und trug wesentlich dazu bei, das Weiterbestehen der Zeitung zu ermöglichen.

Der Gestalter

Christoph Stettler
Christoph Stettler ist visueller Gestalter, ausgebildet in der Grafik-Fachklasse der Schule für Gestaltung Biel und einer kleinen Werbeagentur in Bern. Nach einigen Jahren Arbeit in verschiedenen Agenturen in Bern und New York machte er sich 2004 selbstständig. Mit seinem Bruder Andreas Stettler gründete er stettlerbros.pictures, ein grafisches Atelier mit Schwerpunkt Grafikdesign, Corporate Identity und Illustration. stettlerbros.ch
Seit 2003 ist Christoph Stettler Mitglied der Partei der Arbeit und seit 2010 im Vorstand der PdA Bern tätig.

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