Aktuell

Unterdrückung ethnischer Minderheiten

Antisemitismus sei nicht gesellschaftstauglich, aber immer noch präsent, und das Prinzip der Diskriminierung sei in der Gegenwart dasselbe wie in der Vergangenheit, sagen die MacherInnen der antifaschistischen Demo «Erinnern heisst kämpfen» vom 9. November in Bern im Interview.

Besser gar keine Autobahn

Die vierspurige Autobahnumfahrung Westast Biel und Nidau ist trotz grossem Widerstand aus der Bevölkerung noch nicht vom Tisch. Das kantonale Baudepartement, die Bieler Stadtregierung sowie Interessengruppen streiten um Autobahnvarianten. AktivistInnen und Solidarische bereiten sich auf eine bunte Grossdemo in Biel vor.

«Die Schweiz profitierte vom Kolonialismus»

Offiziell hatte die Schweiz nie imperialistische Ambitionen. Aus dem Kolonialismus konnte die Eidgenossenschaft aber trotzdem grossen Nutzen ziehen. Wie und warum erklärt der Historiker an der ETH Zürich Bernhard Schär im Gespräch mit dem vorwärts. Für ihn ist es an der Zeit, die Geschichte der Schweiz weiterzudenken.

Tribunal verurteilt Bergbaufirma

Eine Silbermine im mexikanischen Oaxaca mit Schweizer Banken als InvestorInnen verletzt massiv die Menschenrechte, toxisches Schmutzwasser verseuchte einen Fluss. Dies bestätigen ExpertInnen am Volkstribunal, das die Bergbaubewilligung als illegal erklärt hat.

Kampf im Märchenland

In zwei Disney-Standorten in den USA konnten die ArbeiterInnen wichtige Siege, darunter signifikante Lohnerhöhungen erringen. Der Sieg im Arbeitskampf für so viele ArbeiterInnen wird in der Region für Druck hin zu verbesserten Arbeitsbedingungen auch für die restlichen ArbeiterInnen sorgen.

PCF: Auf der Suche nach dem Weg

Bei der Mitglieder-Urabstimmung der Französischen Kommunistischen Partei (PCF) wurde erstmals in der Geschichte der Partei gegen die Hauptresolution des zentralen Führungsgremiums gestimmt. Das ist Ausdruck der grossen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Partei und der Unzufriedenheit mit der Parteiführung.

Die Schatten des Silicon Valley

In Kalifornien liegt das Monatsgehalt eineR Angestellten der grossen Technologiefirmen oft höher als das Jahreseinkommen von RentnerInnen. Gentrifizierung in der Bay Area bedeutet häufig: Verdrängung von ArbeiterInnen und Alten. Manche Mieten steigen innerhalb kurzer Zeit um zweistellige Prozentzahlen.

Ruhmreiche Tage des grossen Streiks

Vom 12. bis 14. November 1918 fand der Landesgeneralstreik statt. Dieser Streik war der grösste und bedeutungsvollste Kampf seit dem Bestehen einer organisierten ArbeiterInnenbewegung in der Schweiz. Während dem Streik fehlte es der ArbeiterInnenklasse jedoch an einer ihr ergebenen und kampfentschlossenen Führung.

Eine Mogelpackung

«Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)» lautet der Titel der SVP-Initiative, über die wir am 25. November abstimmen werden. Mit dem Inhalt der Initiative hat diese Überschrift so gut wie nichts zu tun. Es ist eine reine Mogelpackung.

«Die Nazis sind mehr …»

Sören Kohlhuber ist linker, antifaschistischer Journalist aus Berlin und begleitet rechte Demos, um nach Motiven oder nach bestimmten bekannten ProtagonistInnen zu suchen. Um über seine Arbeit zu sprechen, hat sich der vorwärts mit ihm getroffen.

Schweiz und Folter

Man würde erwarten, dass bei der Überprüfung der Aussagen von Asylsuchenden wissenschaftliche Methoden verwendet werden. Es erstaunt wenig, was sich in der Schweiz zum Thema Istanbul-Protokoll abspielt.

Mindestlohn im Test

Im Kanton Neuenburg gibt es nun schon seit einiger Zeit einen Mindestlohn. Bei der Umsetzung gibt es einige Probleme: Betroffene wehren sich nicht immer und ohne Sanktionen fehlen dem Kanton die Massnahmen zur Durchsetzung.

Neoliberaler Kahlschlag

Von hoher gesellschaftlicher Relevanz ist Denis de la Reussilles Interpellation «Kahlschlag bei SBB Cargo» im Nationalrat. Er will verhindern, dass Transporte auf Strassen verlagert, 800 Stellen abgebaut und Hunderte von Bedienpunkten in Randregionen aufgegeben werden.

Polarisiertes Brasilien

Der rechtsextreme Kandidat Jair Bolsonaro vereinte bei den Präsidentschaftswahlen in Brasilien nur etwas weniger als 50 Prozent der Stimmen. Fernando Haddad von der linken PT kommt aber in die Stichwahl. Bei den Kongress- und Gouverneurswahlen verloren die Linken.