Menschen gehen vor Profit

Maximilien Dardel. Die belgische Partei der Arbeit (PTB) hat 2008 einen strategischen Bruch vollzogen und versucht, eine neue Sprache und Gegenkultur zu entwickeln. Dabei verzichtet die Partei jedoch nicht auf den marxistischen Inhalt. Interview mit David Pestieau, Vizepräsident der PTB. Erster Teil.

Die PTB ist eher in jüngerer Zeit als grössere politische Kraft in Belgien aufgekommen. Doch dieser Aufstieg beruht auf einer tatsächlich schon im Jahr 2008 begonnenen Arbeit, als die PTB eine Art von strategischem Bruch vollzog. Sie sprechen seitdem nicht mehr direkt von der ArbeiterInnenklasse, sondern von «Menschen», mit dem Slogan «Die Menschen gehen vor Profit». Es wird oft populistischen Parteien in Europa vorgeworfen, die Klassenanalyse aufgegeben zu haben, um das aufzubauen, was man «neue Lateralitäten» nennt. Wie sehen Sie die Verbindung zwischen der Umgestaltung ihrer Ausdrucksweise und der Aufrechterhaltung eines intellektuellen Klassenkampf-Schemas?
David Pestieau: Wir haben die Klassenanalyse de facto nicht aufgegeben: Die Klasse der Werktätigen bleibt im Zentrum der Überlegungen.

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