Studierendendemo der Uni Zürich und der Fachhochschulen – Montag, 4. März. 16:00

Offensichtlich beginnen sich die Studierenden der Universität Zürich und der Fachhochschulen gegen die geplanten Studiengebührenerhöhungen sowie weitere Verschlechterungen zu wehren. In undemokratischer Manier versucht die SP-Regierungsrätin Aeppli einmal mehr die bürgerlichen Interessen eines neoliberalen Hochschulumbaus durchzusetzen.

Folgend zwei unterschiedliche Demo- bzw. Kundgebungsaufrufe der Studierenden.

Aufruf1:

Aufruf2:

Montagskundgebung gegen die geplante Studiengebührenerhöhung!
Unsereuni – We Are Back!

Die SP-Regierungsrätin Regina Aeppli hat den VertreterInnen der Studierendenorganisationen des Kantons ZH am Montag mitgeteilt, dass für die Studierenden der Universität Zürich die Gebühren um mindestens 160 CHFr steigen sollen. Zudem habe der Regierungsrat eine Erhöhung der Gebühren an den Fachhochschulen auf 720 CHFr. pro Semester entschieden. Medizinstudierende müssen in ihrem Praxisjahr neu die vollen Studiengebühren bezahlen. Parallel dazu werden die Masterstudiengänge umgebaut: Immer weniger sind sie Teil des Regelabschlusses, sondern zugängliche Abschlüsse für die, die sich so was leisten können.
Unsereuni hatte 09/10 auf der ganzen Linie Recht!

Für besonders stossend erachten wir die Frechheit, mit welcher die Regierungsrätin Aeppli die Studierenden der Uni und Fachhochschulen versucht für dumm zu verkaufen, um so einen erfolgreichen Studierenden-Protest wie 2009 zu verhindern. Dem Studierendenrat der Uni Zürich versucht sie glaubhaft zu machen, die Erhöhung der Studiengebühren an der Uni sei zum Einen ein kleineres Übel, sie wolle damit der Forderung nach grösseren Erhöhungen der anderen Parteien entgegenwirken. Zum anderen begründet sie diese Erhöhung dennoch als simplen Teuerungsausgleich. Den VertreterInnen der Fachhochschulen hingegen kommuniziert sie, die Anhebung erfolge aus Gerechtigkeitsüberlegungen.

Offensichtlich fehlen dem Regierungsrat eigentliche Argumente. Und das überrascht auch nicht. Schon 2009 konnten die Studierenden der Uni Zürich die Gebührenerhöhungen durch eine Besetzung verhindern. Dies zeigt, dass Sparmassnahmen und Gebührenerhöhungen politische Entscheidungen sind, die schlicht davon abhängen, ob die Studierenden sich organisieren und zur Wehr setzen können. Wir setzen uns zur Wehr und werden Hand in Hand, Seite an Seite mit den Studierenden der Fachhochschulen für unsere Rechte kämpfen!

Kundgebung: Mo. 16:00, Haupteingang.
Vollversammlung: Do. 18:00, OASE (KO2-G-289).

Quellen:

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5 Kommentare

  • Kayadis

    Aha, die zukünftige Elite und Gutverdiener wollen die Studienplätze am liebsten zum Nulltarif.
    Mein „Studium“ Handwerker auf dem Bau hat auch nichts gekostet im Gegenteil ich habe sogar noch etwas verdient. Aber mit meinem „Studium“ und 2 Kindern gehörte ich schon fast zu der „Working poor“ Gesellschaft.

    Meine Weiterbildung habe ich ohne Stipendien selber bezahlen müssen. Am Tag arbeiten Dreck fressen, Nachts lernen, Ende Monat zahlen.

    Liebe Studenten hört auf zu jammern eure grosse Lohn,-abrechnung (-abzockung) wird doch noch kommen. Oder lernt Gipser und lasst euch mit 17 schon den Wind der Marktwirtschaft um die Nase wehen! Vergesst nicht wir Zahlen eure De Luxe Ausbildung.

    Studienabgänger müssten eigentlich der Allgemeinheit einen Anteil der angelaufenen Kosten zurückerstatten um sich mit den wirklich benachteiligten zu solidarisieren. Aber euer Solidaritätsgefasel dreht sich nur um euch.

  • Hans

    Genau, Zuerst jammern, dann kassieren. Akademiker müssten für die Zeit Ihres Studiums, nach Abschluss das doppelte an Steuern zahlen um der Allgemeinheit das zurückzugeben das in Ihre Ausbildung zu Ihren Gunsten investiert wurde.
    Wann will sich die geistige Elite mal mit dem Fussfolk solidarisieren. Eure Geldbeutel werden sich noch füllen und wieder auf kosten der grossen Proletariermasse.

    Von mir aus hätte die Unibesetzung ewig und 3 Tage dauern können.

  • Toni

    Wo sind sie denn die erzürmten Studenten die sich gegen diese provozierenden Leeserbriefe wehren. Hallo, hallo gibts nichts zu sagen.

    Hier ist es so langweilig still, wird vorwärts etwa von niemandem gelesen?

    Bei dem sonderbaren Geschwafel würds mich nicht wundern, gute Nacht.

  • diane

    ja, es gibt Studenten und Studenten, es gibt Ausländer und Ausländer, und Schweizer und Schweizer. Willst Du Deine Meinung mit knappen Worten kund tun, wird es plakativ, egal wie positiv.

    Selber leide ich darunter dass meine Generation (1965) der Akademiker inexistent scheint in der Politik, sich nur für eigene Freizeit und Fortkommen der Kinder interessiert oder dann im eigenen Interesse unterwegs ist, für Kunst/Talent und all das Schöne, das die technischen Mittel in einer globalisierten Welt bieten. Ok. Ich kann es ihnen nicht verübeln ; )
    Wichtiger für mich: wo finde ich Gleichgesinnte, wo finde ich die nötigen Fakten und Informationen? Es wird immer schwieriger für mich die Uebresicht zu behalten. ich hoffe bei der pdA doch mehr zu erfahren als bei der SP und den Grünliberalen.
    Oder vielleicht bei der Erklärung von Bern?

  • Kayadis

    Ach diane, Erleuchtung und Weissheit wirst du hier in „Bildzeitung“ der sozialisten nicht finden.

    Die hiessige allgemeine Doktrine

    arm = gut/ausgenutzt/Opfer
    reich = böse/Unterdrücker/Spekulant

    ist sowas von behämmert und auf Sonderschulniveau angesiedelt das man das ganze nur als Realsatire betrachten kann

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