Amerikanische Schande

Jährliches Ritual bei den Vereinten Nationen: Die UN-Vollversammlung hat von den USA die Aufhebung ihrer Handelsbeschränkungen gegen Kuba gefordert – zum 21. Mal. Für eine entsprechende Resolution stimmten am Dienstag, 13. November 188 der 193 Mitgliedsländer. Zwei enthielten sich, nur drei Staaten stimmten dagegen: Israel, die kleine Inselrepublik Palau und die USA selbst.

Das mehr als 50 Jahre alte Embargo habe einen wirtschaftlichen Schaden von mehr als einer Billion Dollar verursacht, beteuerten Vertreter Kubas. „Humanitäre und wirtschaftliche Schäden“ seien die Folge. Ein US-Diplomat sagte hingegen, die USA stünden an der Seite des kubanischen Volkes. Das Embargo treffe aber die Führung, die ihrem Volk grundlegende Menschenrechte verweigere.

Kaum jemand erwartet, dass die USA der Aufforderung folgen. Die Vollversammlung hat, stets initiiert von lateinamerikanischen Staaten, zuvor schon 20 Mal Washington zur Aufhebung des Embargos aufgefordert – 20 Mal ohne Erfolg. Die Unterstützung für die Resolution hat sich allerdings innerhalb von 20 Jahren von anfangs etwa 50 Staaten inzwischen mehr als verdreifacht.

Das Embargo, in Kuba «el bloqueo» genannt, geht bis auf das Jahr 1960 zurück, wurde aber mehrfach verschärft. Bevor Präsident John F. Kennedy 1962 das eigentliche Handelsembargo verhängte, bestellte er nach Angaben eines Mitarbeiters noch eine Kiste kubanischer Zigarren.

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11 Kommentare

  • Urs

    …soll noch mal jemand behaupten das der Kapitalismus so ehrenhaft und über alle Zweifel erhaben ist und mit einer Arroganz die man suchen muss über das Schicksal von Mio. entscheidet… aus rien Ideologischen Motiven…

    Sobald sich Kuba gem. den Vorstellungen der Vetoländer geöffnet hat, wird man auch dort zusehen können wie Land und leute geplündert und ausgeraubt werden… so wie die ehemaligen sozialistischen Länder die heute zum Teil als neue EU Ländern bezeichent werden. Auch diese wurden in den letzten +20 jahrn nur ausgeraubt…

    Nichts hingegen wurde für die Mehrheit der Menschen geschaffen… als Konsum… „… nur ein guter Konsument und Billigstarbeiter ist ein guter Demokrat…“ die Mietergesetze etwa passen besser zu eienr Feudal und Leibeigenschaft als zu einem sich per Selbstdefinition als modern und fortschrittlich gebenden Gesellschaftssystem…

    …und so wird es auch mit Kuba kommen… wenn die nicht aufpassen…

  • Kayadis

    Hallo Urs.
    Lebst du in der Wirklichkeit? Das System in Kuba baut auf Korruption, Vetternwirtschaft, Manipulation, Propaganda, Repression und Lügen. Würde man jedem Kubaner heute heute ein Flugticket geben würde, wäre Kuba morgen leer. Dann hätte es Platz für Dich. Für dich würde auch am Flughafen winken.

    Die kubanische Küstenwache macht seit Jahrzenten nichts anderes als „Aussreisser“ einfangen und jahrelang einbuchten. Auf den Flugplätzen müssen die Fahrwerke und die Frachträume der Flieger speziell abgesucht werden weil Kubaner anscheinend lieber im Flugzeugfrachtraum erfrieren als so entwürdigend weiter zu leben. Ja so gut ist Kuba!

    Kuba ist Diktatur pur. Mich schockieren deine Aussagen. Jeden Flüchtling lieber erschiessen als in den Kapitalismus abwandern lassen, ( Castro Rede ca.1999) gell!

    Wenn man im Schlaraffenland Schweiz lebt hat das Wort Konsum wirklich schon einen schalen Beigeschmack. In Kuba ist Konsum Überleben, Gesundheit und Sicherheit. Den Kubanern ist mitlerweile jedes System recht, hauptsache weg vom bekannten. Castros Jahrzentelange Propagandaschlacht an der Bevölkerung wird Ihn nicht retten.
    Die Feudaldinastie Castro wird fallen. Gut so.

  • Hans

    Castro hat Kuba ruiniert. Das Volk wird ausgebeutet. Der Castro Clan hat sich instaliert und holt was noch zu holen ist. Urs dein Demokratie-, Gerechtigkeits- und Wahrheitssinn ist meiner Meinung auf naiven Sonderschulniveau.
    Castro Diktatur hat die Karten für die Zukünftige Armut ausgelegt, den mit Cigarren, Flamenco, Zuckerrohr und Gitarrenbau wird Kuba auch in der Freien Welt nicht über die Runden kommen. Daher bleibt nur das Schicksal Billiglohnland zu sein. Schade.
    Danke Fidel.Danke Urs.

  • Kayadis

    Gestern waren in Kuba wieder mal „Marionettenwahlen“

    Wahlbeteiligung um 90%.

    Wählbar 1 Partei.

    Die Elite: Fidel 86 Jahre / Raul 81 Jahre.

    Es ist so sonderbar still hier. Anscheinend ist in Kuba alles bestens.

  • Hans

    Ja die Kubanische Schande. Das „sozialistische Altersheim“ kann man mit der FIFA a la Sepp Blattner vergleichen.
    Überaltert-Korrupt-Kein Interesse an der Bevölkerung-Weltfremd-Gierig.

    Und die Fans sind zu blind oder zu blöd.

  • Kayadis

    Hallo Urs, du hast dich ja schon anderen weltpolitischen Problemen zugewandt. Vieleicht solltest du dich mal mt Frau Yoani Sànchez unterhalten. Die kubakritische Aktivistin hat es tatsächlich nach 20 abgelehnten Ausreiseanträgen geschafft- sie darf das gelobte Land verlassen!
    Natürlich ist Sie in deinen Augen nichts anders als eine kapitalistische Schlampe, die eingebuchtet werden sollte, gell?

    • Patrick Vögelin

      Das Problem ist dass der Sozialismus und der Komunismus missbraucht worden sind ansonsten wäre die Länder nicht so arm die im Sozialismus oder Komunismus leben. Man muss sich mit dem Thema befassen um zu verstehen was da falsch lief bzw. läuft

  • Kayadis

    Der Komunismus ist nur in der Theorie-Ideal aber für Menschen untauglich. Die Mächtigen in den komunistischen Systemen mutieren schnell zu Machtzombies die rücksichtslos Ihre Interessn durchsetzen. Das Machtmonopol wird ausgespielt, die Medien kontrolliert, die Massen verblödet. Im Extrem ermordet und verscharrt.

    Schnell mutieren die Ideale zur Farce und die Staaten werden zu Diktaturen. Verarmung, Verdummung und Rückständigkeit öffnen der Armut und Ausbeutung Tür und Tor. Und das für Jahrzehnte.

    Im Fall von Kuba sehen wir im Westen den Verfall fast schon romanisch/nostalgisch. Alter Cadillac am Strassenrand gemütliche Stimmung Flamenco und Zigarren. Aber so richtig romanisch ist der Eindruck nur mit eimer dicken schweizer Geldbörse und Rückflugticket.

    • Urs

      Der Kapitalismus ist nur in der Theorie-Ideal aber für Menschen untauglich weil etliche soziale Aspekte unter den Teppich gekehrt werden… vermehrt so mit der heutigen Neoliberalen Variante die alle Gesellschaftsbereiche einem Preis Kosten Verhältnis unterziehen will.

      Noch dazu leidet diese Ideolgie unter einer paranoiden Staats und Gemeinschaftsverachtung. Gut ist was Profite bringt und Effizient ist, Demokratie etwa gehört in ideser kranken Ideologie nun mal nicht dazu.

      Kein Preis, kein Wert… Hoher Preis, viel Wert stimmt für die meisten menschlichen Transaktionen überhaupt nicht… ausser man hat zuwenig davon. Geld ist in den meisten unserer täglichen Verhaltensweisen und Entscheidungen die Nebensache…
      .
      Für Kapitalisten hingegen die Hauptsache…

  • Kayadis

    Ach Urs. Ich habe 2 Jahre in einem sozialistischen Land (China) gelebt. Weisst du was die Leute von Morgens bis Abends beschäftigt:
    Geld, Geld, Geld… da schützt Geld vor Hunger, macht gesund, gibt Respekt, treibt an und gibt Sicherheit. In der Schweiz kannst du mit bescheidenen Ansprüchen und Teilzeitjob gut überleben. Und Geld kann Nebensache werden. Ich habe soziale Rücksichtslosigkeit erlebt die dir das Blut in den Adern gefrieren lässt und sogar SVP Hardliner schokieren würde. Bettler, Drogensüchtige, Behinderte, werden mit der Bambusgerte verjagt, geprügelt, verachtet, erbarmungslos.
    Eimal wurde ich von einem Strassenhändler angeschrien weil ich einem erbarmungswürdigen Behinderten den Rest meines Essen gab.

    Also vergiss die Floskel von „Kapitalismus denkt nur in Geld“
    Der Mensch funktioniert egoistisch, die Systeme sind zweitrangig.

    • fabian

      @kayadis

      weiss nicht von welchem sozialistischen china du sprichst. Ich war auch lange in china und habe nur (staats)kapitalismus pur angetroffen. Aber du kannst mir gerne das sozialistische china mal zeigen. Oder meinst du es sei sozialistisch oder gar kommunistisch weil dort eine partei an der spitze ist welche noch den namen kommunismus in ihrem namen trägt? Ist denn grosbritannien jeweils ein land der arbeiterinnen wenn die labourparty an der macht ist?

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