100.000 bei “Freiheit statt Angst”-Demo in Berlin

11.10.2008

In Berlin hat heute um 17:00 Uhr direkt vor dem Brandenburger Tor die Abschlusskundgebung der Grossdemonstration “Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn” stattgefunden .

Da viele Teilehmer sich unterwegs dem Zug angeschlossen haben, hat die Zahl der TeilnehmerInnen nach Angaben der Veranstalter zur Abschlusskundgebung 100.000 Menschen erreicht.

“An einen solchen Erfolg hätten wir in unseren wildesten Träumen nicht gedacht. Diese Bewegung für Bürgerrechte kann jetzt nicht mehr ignoriert werden”, so Ralf Bendrath vom AK Vorrat.

Der Überraschungsgast auf der Rednerbühne, Dr. Motte, wurde frenetisch von den 100.000 Teilnehmern bejubelt. Dr. Motte sagte von der Bühne: “Das ist toll, wow! Ich wünschte, 80 Millionen aus ganz Deutschland wären hier. Wir sind die Gesellschaft, wir haben die Möglichkeit.” Daraufhin griff er die Bundesregierung an. “Warum sind immer noch Verfassungsfeinde in der Regierung?”

Die Organisatoren der Demo kündigen weitere Aktionen an. “Nach diesem Erfolg erwarten wir jetzt endlich Reaktionen von der Politik. Das heißt: Rücknahme der Vorratsdatenspeicherung und anderer Überwachungsgesetze und Eindämmung der Datensammelwut durch Firmen wie die Telekom”, so padeluun von der Demoleitung.

Irritierend sind die derzeitigen Meldungen der Polizei zur Anzahl der Demo-Teilnehmer: “Die Schätzungen wurden beim Sammeln am Alexanderplatz gemacht. Als sich zur Abschlusskundgebung die gut gelaunten Menschen auf der Straße des 17. Juni  aber fast bis zur Siegessäule drängten, korrigierte die Polizei ihre Schätzung gegenüber unserer Demo-Leitung sofort” so Florian Altherr vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

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4 Kommentare

  1. pete schreibt:

    ja schön wars, und auf jeden fall ein erfolg.
    aber 100.000? bleibt doch mal realistisch..

    und dr- motte wurde “frenetisch” gefeiert?? haha. das war n müdes klatschen.
    der große redner..

    warum schreibt ihr denn nicht wies wirklich war?
    da braucht man nix beschönigen! es wurde ein notwendiges zeichen gesetzt.
    kein bedarf jetzt gnadenlos zu übertreiben. dadurch macht ihr nicht nur euch selbst unglaubwürdig sondern auch die ganze sache angreifbarer.
    welche propaganda ist die richtige? eure ist mir zwar lieber, aber am schönsten wär doch einfach mal die wahrheit und aufm teppich bleiben.

  2. online redaktion schreibt:

    Hallo Pete

    Da wir nicht selber vor Ort waren, können wir nur das wiedergeben was uns die Organisatoren gemeldet haben. Es ist aber korrekt das andere Quellen (z. Bsp. die Polizei) weniger Teilehmer angeben. Danke aber für Deinen Kommentar.

  3. Machnow schreibt:

    es waren wohl über 50.000 demonstranten. auf jeden fall waren es sehr viel mehr als im letzten jahr. da lagen die zahlen zwischen 10-15.000 leuten. die polizei meinte, daß es bei der abschluß kundegebung 50.000 gewesen sein sollen. die polizei marginalisiert in berlin schon seit einigen monaten nicht mehr, deshalb kann die zahl als durchaus realistisch angesehen werden.

    das offene bündnis hat offensichtlich mit dem wetter großes glück gehabt & konnte einiges an bürgerlichen anziehen. die radikale linke in berlin hatte sich (fast komplett) verweigert. Lediglich die Hedonostische Internationale war mit einem ca. 1.000-1.500 Leuten großen Block dabei. Einen organisierten Antikapitalistischen Block gabs nicht. Trotzdem waren circa 400-500 in einem recht zahmen ‘Black Bloc’.

    Ansonsten lief ales friedlich und nett eventhaft ab.

  4. Norbert schreibt:

    Zur Bespitzelung eines gesamten Volkes..

    http://www.dubistterrorist.de

1 Trackbacks für diesen Eintrag

  1. Das Unkraut der SPD: Sönke Rix, Frank Schwabe und… Jörg Tauss « Auerochse’s Weblog schreibt:

    [...] beim Bundesverfassungsgericht gegen die Vorratsdatenspeicherung eingelegt und im Oktober waren zig-Zehntausende aus allen Himmelsrichtungen nach Berlin gekommen um gegen Überwachung zu demonstrieren. Zudem hat [...]

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Die Lebensbedingungen von Flüchtlingen in den kollektiven Unterkünften sind miserabel. Eine Koalition von politischen Organisationen und sozialen Bewegungen mobilisieren sich in Bern an der Seite der Sans-Papiers für eine unmittelbare Verbesserung der Situation. Im Zentrum der Kritik stehen schliesslich die Fremdenhetze und das Asylbusiness. Bericht der letzten Mobilisierungen.


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Die Einkommens- und Lohnschere öffnet sich seit den 1990ern in der Schweiz zusehends. Dies belegt eine aktuelle  Studie des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Um diese Entwicklung einordnen und über den blossen Befund hinausgehen zu können, muss man einen Blick auf die Entwicklungsgesetze des Kapitals werfen.


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Es war ein kämpferischer und starker 1. Mai in Zürich. An der Demonstration nahmen rund 12 000 Personen teil. Ein voller Erfolg und der Beweis, dass der internationale Tag der Arbeit an seiner Aktualität nichts eingebüsst hat.



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