Streik ber der Zuvo

Auch geforderte Verhandlungen mit den zwei Gewerkschaften Kommunikation und comedia kommen für die Zuvo nicht in Frage. Die Zuvo ignoriert nicht nur die erfolgreiche Schwerpunktaktion der Gewerkschaften vom 26. August 2009 im Raume Zürich. Sie will darüber hinaus mit der Androhung von juristischen Schritten die VerträgerInnen und die sie unterstützenden Gewerkschaften zum Schweigen bringen. Deshalb kündigen comedia und die Gewerkschaft Kommunikation für die nächsten Tage weitere Streikaktionen an.

Der Warnstreik vom 26. August 2009 im Raume Zürich stärkte nicht nur das Selbstbwusstsein der teilnehmenden VerträgerInnen in ihrer Bereitschaft, weiter gegen die von der Zuvo angedrohten massiven Lohnsenkungen zu kämpfen. Auch an anderen Orten des Zustellgebietes der Zuvo wollen VerträgerInnen sich gegen die unsozialen Massnahmen aktiv zur Wehr setzen.

Die bisherige Ablehnung von Verhandlungen mit den zwei Gewerkschaften begründet die Zuvo damit, dass sie sich mit der Arbeitnehmenden-Vertretung über ein Abkommen für eine Einmalzahlung als «soziale Abfederung» zugunsten der VerträgerInnen geeinigt habe: Ab dem 5. Dienstjahr soll es für 1300 VerträgerInnen Fr. 20.– pro Dienstjahr geben. Nicht berücksichtigt wurde dabei, dass die VerträgerInnen an einer Versammlung vom 27. Juni 2009 einen materiell ähnlichen Vorschlag grossmehrheitlich abgelehnt hatten.

Die Geschäftsleitung der Zuvo trägt mit ihrer sturen Position die alleinige Verantwortung gegenüber den AbonnentInnen, wenn in den nächsten Tagen wiederum ein Teil von ihnen an einem Morgen ihre geliebte Zeitung nicht im Briefkasten vorfinden wird. Weder unterstehen die VerträgerInnen und die sie unterstützenden Gewerkschaften einer durch die Zuvo wider besseren Wissens behaupteten Friedenspflicht, noch lassen sich comedia und die Gewerkschaft Kommunikation von den durch die Zuvo angedrohten Schadensersatzklagen einschüchtern. Die über 15’500 Petitionsunterschriften bringen im Weiteren das durchaus in der Bevölkerung vorhandene Unverständnis gegenüber den unsozialen Lohnabbaumassnahmen zum Ausdruck.

Die unverständlich sture Haltung der Zuvo-Geschäftsleitung provoziert darum direkt weitere Streikaktionen durch die VerträgerInnen. Deshalb rufen die Gewerkschaften Kommunikation und comedia in den nächsten Tagen zu weiteren Schwerpunkt-Streikaktionen auf.

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