Nein zum Luxus-Kongresszentrum!

Auf dem Carparkplatz am Sihlquai soll ein Luxus-Kongresszentrum gebaut werden.

Die GentrifiziererInnen in Zürich haben ein neues Projekt: Ein neues Kongresszentrum soll her. Zürich soll zur «Kongress-Stadt» werden. An bester Lage, auf dem bisherigen Carparkplatz hinter dem Hauptbahnhof am Sihlquai, soll das «städtebauliche Highlight» hochgezogen werden. Der Hotelier-Bonze Martin von Moos bedauert, dass in Zürich kaum Grossanlässe möglich sind: «Mit Städten wie Paris und London können wir nicht mithalten.» Geändert werden soll das mit spektakulären Gebäuden, schmucken Glasfassaden und einem luxuriösen Vorplatz mit Springbrunnen. 3000 Leute sollen im Kongresszentrum Platz haben. Daneben ist ein 4-Stern-Kongresshotel mit mindestens 250 Zimmern und ein 2-Stern-Designhotel mit rund 300 Zimmern vorgesehen. Kosten: (mindestens) 250 Millionen Franken.Geschäftsgeile Bonzen
Hinter dem Projekt steckt eine IG Kongress-Stadt Zürich und – die Mobimo AG. Die «führende Immobilien-Investmentgesellschaft» verkauft unter anderem Luxuswohnungen in Zürich-West. Da der Wunschort für das neue Kongresszentrum am «Stadtentwicklungsgebiet» Zürich-West grenzt, tangiert das Projekt also direkt Kapitalinteressen. Mobimo will den Standort seiner Kapitalanlagen, seiner Immobilien, noch attraktiver machen und Geld scheffeln.
Die Motive für die Mitglieder der IG sind ähnlich: Hauseigentümerverband, Gewerbeverband, Bankenverband geifern nur so vor sich hin in der Vorstellung, dass das städtische Areal an Private gehen könnte. Der Vorstand der IG wird besetzt von geschäftsgeilen Bonzen: HotelbesitzerInnen, Gewerbetreibende, WirtschaftsverbandsvertreterInnen. Das Aushängeschild der IG ist aber sein Präsident, der ehemalige Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergeber von der SP. Dieser Teufelspakt gibt gut Aufschluss über die Politik der Stadtregierung: Zürich soll Stadt für Reiche und Gutverdienende sein. Der Rest kann von ihr aus verdrängt werden.

Die PdA sagt Nein
Die Partei der Arbeit (PdA) Zürich stellt sich vehement gegen dieses Projekt. Das Areal des Carparkplatzes darf auf keinen Fall in die Hände von Privaten gehen. In der Stadt Zürich herrscht Wohnungsnot für Menschen mit wenig Geld. Günstiger Wohnraum ist in der Stadt kaum zu finden. Menschen mit kleinem Portemonnaie werden in die umliegenden Gemeinden verdrängt und die Stadt sieht tatenlos zu. Zürich muss jetzt bauen! Auf dem Carparkplatz sollen entweder städtische Wohnungen, und zwar allesamt gemeinnützig, oder endlich ein Jugendzentrum gebaut werden, das der Zürcher Jugend übergeben wird zur selbstbestimmten, autonomen Verwaltung und Benutzung. Die PdA Zürich verlangt ferner, dass sofort 600 neue gemeinnützige Wohnungen von der Stadt gebaut werden, um die Wohnungsnot kurzfristig zu mildern. Die Zürcher Wohnungspolitik muss sich schleunigst umorientieren und prioritär für die unteren Einkommen Wohnungen bereitstellen.! Wählt die PdA Zürich im Februar 2018 in den Gemeinderat für eine andere Wohnungspolitik im Interesse der Arbeitenden und Arbeitslosen!

Partei der Arbeit Zürich

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