Ein starkes Zeichen!

Das 1.-Mai-Komitee wertet die Demonstration als grossen Erfolg. Trotz schlechtem Wetter demonstrieren in Zürich weit mehr Personen als erwartet. Auf unzähligen Transparenten fordern die Teilnehmenden, dass die Paradeplatz-Banken endlich gestoppt werden müssen mit ihrer schamlosen Spekulation und Profitmacherei. Das Bankgeheimnis gehört sofort abgeschafft und die Milliarden-Vermögen der Reichsten müssen viel stärker besteuert werden.

«Das 1.-Mai-Komitee ist überzeugt, dass es den Druck der ausserparlamentarischen Linken braucht, damit sich zukunftsträchtige Ideen in der Schweiz durchsetzen können», schreibt das Komitee in seiner Medienmitteilung. Die diesjährige Hauptrednerin des 1.-Mai-Komitee ist Frauenministerin Maria León aus Venezuela. Sie schildert den Kampf der Frauen für gleiche Rechte im sozialistischen Venezuela. In ihrer Rede fordert sie die Teilnehmenden auf den Kampf für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit in den verschiedenen Ländern zu Globalisieren. Weiter sprechen an der Abschlusskundgebung Katharina Prelicz-Huber und Vania Alleva für den Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich.

1.-Mai-Fest ist nicht unterzukriegen

Obwohl die Bewilligung für das Fest erst ab 20.00 Uhr erteilt wurde und die Polizei FestbesucherInnen und einschüchterte und Personenkontrollen durchführte, trotzen Tausende dem Regenwetter und feiern den internationalen Tag der Arbeit auf dem Kasernenareal – mit Musik, Essen, Trinken und sehr gut besuchten politischen Veranstaltungen.

Das Fest verlief wie erwartet – und wie seit Jahren – absolut friedlich. Die Kritik der Polizei, der frühe Festbeginn habe ihren Einsatz erschwert, weist das 1.-Mai-Komitee klar zurück. « Dass trotz widrigen Bedingungen so viele Menschen am Fest und den politischen Veranstaltungen teilnehmen zeigt, wie gross das Bedürfnis nach Vernetzung unter linken Organisationen und Einzelpersonen ist», hält das 1.Mai-Komitee richtig fest. Wie die venezolanische Frauenministerin Maria Leon an einer der zahlreichen Diskussionen betonte, bildet der Austausch von Ideen und Erfahrungen eine wichtige Ausgangslage, um progressive politische Projekte voranzutreiben.

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Ein Kommentar

  • Uwe

    Schade war nur das es unaufhörlich geregnet hat. Das hatte ich mir eigentlich für den alljährlichen Zünftemarsch gewünscht. Aber nun, es gibt noch viele Tage…

    Was die Neoliberale Propaganda sehr gut kann, nämlich vieles vereinfachen (oft mit dem Fokus auf ungerechtfertigte Steurgeldempfänger, Schmarotzer, Asoziale. Scheininvalide) und damit viele Ueberzeugen müsste auch die Linke schaffen.

    Die Neoliberalen reduzieren sich in ihren Zielen ultimativ auf Profite und Renditen und bewegen sich auch sonst in einem sehr engen Ideologischen Korsett aus welchem diese nicht rauskommen. Nicht rauskommen müssen, da so manches mit den Funktionen liberaliserter Märkte erklärt wird für die Gegenargumente schwer zu finden sind. Weitere Gesellschafltiche Aspekte kommen in dieser Ideologie eigentlich nicht vor und wenn doch dann wird auf die Eigenverantwortung und das angebliche Selbstveschulden des Individuums verlagert was eigentlich die Politik Gesammtgesellschaftlich lösen müsste. Weitere Vereinfachungen sind desweiteren die angeblich inherent intelligenten Mechanismen liberalisierter Märkte welche so ziemlich der grösste Unsinn dieser Ideologen ist. Das ist aber nur der Fall weil die Verfechter sich nicht um Gesammtgesellschafltiche Aspekte kümmern und somit irgendwie keinerlei Erklärungen schuld bleiben.
    Was ich mir wünsche wäre eine stärkere Koordination linker Gruppen und Anliegen um so quasi mal mit einer Stimme zu sprechen und in Erinenrung zubleiben. Gut wäre zudem, wenn es auch gelingen würde Komplexe Sachverhalte so stark zu vereinfachen das diese verstanden werden und auch an vielen Orten verwendet werden können ohne zuerstmal Ablehnung zu erhalten.

    Zudem, mir hat sehr gefallen wie Maria Leon geredet hat. Mit einer gewaltigen energischen Stimme die einen aufhorchen liess. Auch das fehlt auf der Linken Seite. Gute mitreissende RednerInnen die die ZuhörerInnen emotional aber auch Argumentativ mitzureissen vermögen… Ich denke das ist fast das wichtigste um die Menschen abzuholen.

    Oft viel zu sachlich und multilateral wird hier debatiert und gefordert, dabei braucht es für die Argumente oft sehr viel Wissen und Willen um diese zu verstehen. Das aber liegt wegen den vielen Ansprüchen des Alltags eben nicht jedem…

    Naja, meine Gedanken…

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