KünstlerInnen der CH: Auf nach Bern!

Das revidierte Arbeitslosenversicherungsgesetz, das am 1. April 2011 in Kraft tritt, trifft alle Berufstätigen der Bühnen- und Filmkünste hart, und gefährdet die weitere Ausübung ihrer künstlerischen Tätigkeit. Wir rufen auf, am Montag, 28. Februar, um 11.00 Uhr auf demBundesplatz an der Übergabe der Petition «Aufruf zur Anerkennung der Berufe im Bereich des künstlerischen Schaffens in der französischsprachigen Schweiz» teilzunehmen.

Um die Petitionsübergabe symbolisch zu unterstreichen, werden wir einen Gartenzwerg in den Berner Himmel steigen lassen.

Im Anschluss an die Aktion laden wir Sie zu einer Pressekonferenz ein, die um 12.00 Uhr im Hôtel Kreuz (Zeughausgasse 41,) stattfindet. Das Komitee 12a wird ebenfalls anwesend sein und seine Aufgaben vorstellen. Zudem werden verschiedene

Berufsverbände und Gewerkschaften aus der Deutschschweiz anwesend sein, die ebenfalls von dieser problematischen Situation betroffen sind, und sich mit den Bühnen- und Filmkünstlern solidarisieren.

Sofern nicht sofort die nötigen Massnahmen ergriffen werden, um dem drohenden Untergang der Kunstberufe – und damit verbunden der Kunstschaffenden – entgegenzuwirken, wäre dies ein Beweis für die Gleichgültigkeit gegenüber den Künstlern unseres Landes.

Die Durchsetzung unserer Anliegen hängt von den Anstrengungen des Komitee 12a ab, das sich zusammen mit den politischen Entscheidungsträgern dafür einsetzt, durch eine Anpassung des Gesetzes eine Lösung zu finden. Am 11. März 2011 wir der Bundesrat über die Verordnung zum neuen Arbeitslosenversicherungsgesetz entscheiden. Zu diesem Zeitpunkt wird sich zeigen, ob die Aufklärungsarbeit des Komitee 12a bei den Politikern Gehör gefunden hat. Falls dies nicht erreicht werden kann, werden wir uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diesen Entscheid wehren.

Weitere Infos: joselillo@voilà.fr

Tanzvergnügen zum 8. März

Frauen können auf eine lange und kämpferische Geschichte zurückblicken. Dafür steht der 8.März, ein Tag, an dem nun seit rund 100 Jahren Frauen weltweit auf die Strasse gehen um für ihre Interessen und Rechte zu kämpfen.

Heraus zum internationalen Frauenkampftag 2011! Am Samstag, 26. Februar, 21.Uhr, Helvetiaplatz ZH . Und am 12. März alle Frauen an die Frauen-Demo «Kämpfen lohnt sich» (13:30 Uhr Hechtplatz ZH)

Jean Ziegler: Das Gold von Maniema

Hans Peter Gansner. Jean Zieglers bisher einziger Roman ist der eindrückliche Versuch, den Alptraum zu verarbeiten, der den Autor nach den Erlebnissen im Kongo Anfangs der Sechzigerjahre durchlebte.

Am Morgen nach der Ermordung von Patrice Lumumba am 17. Januar 1961 bricht die Apokalypse über den Kongo herein. An den Hängen der Vulkane und an den Ufern der grossen Seen, in den Savannen, Dschungeln und Sümpfen erheben sich die Völker, attackieren die von den weissen Söldnern Oberst Cermiers unterstützte Obrigkeit und bedrohen die Minen von Maniema, wo die phantastischsten Gold-, Diamanten- und Uranschätze der Welt liegen. Zwei Männer geben diesen chaotischen Rebellionen Einheit, Ziel und Kraft und schmieden zutiefst verfeindete Stämme zu einer Armee zusammen.

Unaufhaltsame Tragödie

Die widersprüchlichsten Leidenschaften – Aufopferung, Liebe, Hass und unbändige Hoffnung – beseelen die Frauen und Männer der Rebellenarmee. Aber zwischen dem bewaffneten Gewerkschafter und Humanisten Thomas Lusangi und dem dogmatischen Revolutionär Malcolm Santos aus der Karibik, die zusammen kämpfen, jedoch nicht mit denselben Mitteln und nicht für dasselbe Ziel, erfolgt der Bruch, der die Niederlage des Aufstandes besiegelt. Niemand kann die Tragödie aufhalten. Am allerwenigsten Isabel, die Thomas liebt und von Santos des Verrats verdächtigt wird… Der spannende Öko-Politkrimi, der 1996 beim renommierten Pariser Verlag «Seuil» seine Erstausgabe erlebte, ist jetzt in einer stilistisch überarbeiteten Neuausgabe mit einem sehr eindrücklichen Titelfoto von Jean Revillard im Verlag «Neuer Weg» herausgekommen. «Das Gold von Maniema» ist Jean Zieglers einziger Roman. Der Literaturkritiker Jean-Philippe Caudron schrieb anlässlich der Erstausgabe in der Zeitung «La Vie»: «Besessen von der Grausamkeit der Kämpfe zwischen den schwarzen Stämmen, vom mörderischen Zynismus der weissen Söldner, die den Minenbaronen zu Hilfe eilten, versucht Jean Ziegler, der Zeuge der Apokalypse war, über vierzig Jahre später seine Alpträume zu exorzisieren. Ein Triumph!»

Die kongeniale Übersetzung stammt von Hanna van Laak. Zwei Euro je Buch gehen an die Kongosolidarität der Hilfs- und Solidaritätsorganisation «Solidarität International» (SI) für das Ngenyi-Volksbildungszentrum im Kongo.

Hinweis: Eben ist ein Dokumentarfilm über Jean Ziegler herausgekommen: «Jean Ziegler, Contre l’ordre du monde.» Gedreht hat ihn Elisabeth Jonniaux im Auftrag des französischen Fernsehkanals «La Huit» und des Produzenten «GroupeGalactica». Erstausstrahlung: 23. Februar 2011 auf «France Ô», um 20.30 Uhr.

Havanna Hauptstadt der Literatur

Im Anschluss reist die Buchmesse noch bis zum 6. März durch die Provinzen des Landes. Die diesjährige Literaturschau ist dem Erzähler und Journalisten Jaime Sarusky Millar, Träger des Nationalpreises für Literatur 2004, sowie dem Philosophen und Essayisten Fernando Martínez Heredia, Nationalpreisträger für Sozialwissenschaften 2006, gewidmet. Geehrt werden zudem die Bolivarische Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA) sowie der 220. Jahrestag der haitianischen Revolution und damit die erste Erklärung zur Abschaffung der Sklaverei.

Während der zehn Tage wird auf dem Messegelände und in Havanna ein buntes und umfangreiches Begleitprogramm mit Buchpräsentationen, Diskussionsrunden, Ausstellungen, Theateraufführungen und Konzerten geboten. Eine der bedeutendsten Neuerscheinungen, die dort präsentiert werden, ist die von kubanischen Verlagen aufgelegte Edition »Alba Bicentenario« mit Werken lateinamerikanischer Autoren.
Die Tageszeitung junge Welt, die sich federführend im Berliner Büro Buchmesse engagiert, hat zu der Veranstaltung ein Online-Spezial eingerichtet: http://www.jungewelt.de/havanna2011/

Mahmoud Darwish: The Voice of Palestine

Identity Card
Mahmoud Darwish, 1964

Write down!
I am an Arab
And my identity card number is fifty thousand
I have eight children
And the ninth will come after a summer
Will you be angry?

Write down!
I am an Arab
Employed with fellow workers at a quarry
I have eight children
I get them bread
Garments and books
from the rocks…
I do not supplicate charity at your doors
Nor do I belittle myself at the footsteps of your chamber
So will you be angry?

Write down!
I am an Arab
I have a name without a title
Patient in a country
Where people are enraged
My roots
Were entrenched before the birth of time
And before the opening of the eras
Before the pines, and the olive trees
And before the grass grew

My father…descends from the family of the plow
Not from a privileged class
And my grandfather…was a farmer
Neither well-bred, nor well-born!
Teaches me the pride of the sun
Before teaching me how to read
And my house is like a watchman’s hut
Made of branches and cane
Are you satisfied with my status?
I have a name without a title!

Write down!
I am an Arab
You have stolen the orchards of my
ancestors
And the land which I cultivated
Along with my children
And you left nothing for us
Except for these rocks…
So will the State take them
As it has been said?!

Therefore!
Write down on the top of the first page:
I do not hate people
Nor do I encroach
But if I become hungry
The usurper’s flesh will be my food
Beware…
Beware…
Of my hunger
And my anger!

Infos über den Autor.

Vom Tropfen und dem Stein

Kein Tag bleibt ungezählt, gleich wie er sei,
und keine Rose blühte je vergebens,
kein Hauch des Winds geht ohne Spur vorbei,
kein Stein auf öder Flur ist bar des Lebens.
Kein Tun, das nicht die Welt ein Stück bewegt,
kein Bild hängt ewig stumm in seinem Rahmen.
Der tote Schnee, der sich auf Felder legt,
er schützt den Boden mit dem Wintersamen.
Der Regenwurm, den man am Weg zertritt,
er grub im Acker auch zu unserm Segen.
Es lebt mit uns so mancher Tote mit
und weist die Richtung uns auf vielen Wegen.
Ein Funke kann der Flamme Vater sein,
ein Gramm kann niederdrücken schwerste Lasten.
Ihr kennt den Satz vom Tropfen und dem Stein?
Wenn alle Völker dieses Wort erfassten …!

Max Zimmering (1949)

Anti-Kriegsfotograf James Nachtwey in Zürich

Der Dokumentarfilm des Zürchers Christian Frei «War Photographer» machte James Nachtwey weltweit bekannt.

Er zeigt den Anti –Kriegsfotografen James Nachtwey zwei Jahre lang bei seiner Arbeit in den zahllosen Krisengebieten der Welt, inmitten von Leiden, Sterben, Gewalt und Chaos. Ein Dokument über einen ebenso engagierten wie scheuen Menschen, der als bedeutenster und mutigster Kriegsfotograf unserer Zeit gilt.

James Nachtwey ist der berühmteste Fotojournalist der Welt. Seit fast 20 Jahren fotografiert er in Kriesengebieten dieser Welt – Afghanistan und Bosnien, Ruanda und El Salvador, Nordirland und Kurdistan.

Nachtwey zeigt in seinem Vortrag, Rage / Compassion (Wut / Mitgefühl) auf, wozu Menschen auch am Ende des 20. Jahrhunderts noch fähig sind: Bilder von apokalyptischem Leiden, archaischem Hass, kollektivem Blutrausch.

«Ich sehe die grosse Chance der Fotografie darin, dass sie ein Gefühl für Humanität zu wecken vermag. Könnte jeder Mensch auch nur ein einziges Mal mit eigenen Augen sehen, was Phosphor aus dem Gesicht eines Kindes macht oder wie ein verirrter Granatsplitter dem Nebenmann das Bein abreisst, dann müssten endlich alle einsehen, dass kein Konflikt dieser Welt es rechtfertigt, einem Menschen so etwas anzutun.»

Von 1986 bis 2001 war James Nachtwey Mitglied der Foto-Agentur «Magnum». Seine Werke wurden vielfach ausgestellt und ausgezeichnet. So erhielt Nachtwey zweimal den World Press Award, fünfmal die Robert Capa Medaille, dreimal den Infinity Award des International Center of Photography in New York. Nachtwey war sechsmal Magazin-Fotograf des Jahres in den USA und erhielt das Eugene-Smith-Gedächtnis-Stipendium.

Kartenvorverkauf und Fotostrecke …

Liebe ist schreckliches Ungeheuer

Dezember 1901: In Zürich tritt ein ungewöhnliches Paar vor den Standesbeamten. Die russische Medizinerin Lidija Petrowna Kotschetkowa hat in der Schweiz studiert und ihren ersten Einsatz als Landärztin in ihrer Heimat hinter sich. Fritz Brupbacher, Sohn einer bürgerlichen Wirtefamilie, führt eine Arztpraxis im Arbeiterquartier Aussersihl: zwei politisch Engagierte, die ihren Einsatz für eine gerechtere Gesellschaft und ihre Liebe füreinander in Einklang zu bringen versuchen.

sogar-theater …

Rote Welle – Radio Lora

– World Economic Forum – Infos zur Mobilisierung und Demo.
– Prozess vom 17. Januar: Prozess gegen zwei Jugendliche in Zürich
– Peter O. Chotjewitz: Nachruf auf den kürzlich verstorbenen deutschen revolutionären Schriftsteller.
– Ungarn: Das neuen Mediengesetz ist Ausdruck der Entwicklung des Landes in Richtung Faschismus.
– Unveröffentlichte Nachrichten
– Agenda: Was läuft im Monat Januar?

Wiederholgung vom 2. Januar, am Donnerstag 5. Jannuar 10.00 – 12.00 Uhr auf Radio Lora  97.5 MHz oder Webradio.

Erfolgreiches Vorwärtsfest

Eingespielt haben wir in diesem Jahr in etwa 6000 Franken. Dies sichert das Weiterleben des Vorwärts. Neu am Fest war nicht nur oben beschriebener Trend. Der Politteil wurde um ein kulturelles Anliegen bereichert, der neue Roman von Genosse Manfred Vischer vorgestellt.

Auch halfen mehr Hände als früher. Je mehr Aktive sich an der Organisation des Festes beteiligen, umso leichter geht das Fest uns allen von der Hand. Am Spätnachmittag war es dann soweit: Genosse Roland Wanitschka aus Deutschland gab uns einen Crashkurs Marxismus. «Marxismus müsse man eigentlich vier Jahre an einer Hochschule studieren», so seine einleitenden Worte. Er könne dies nicht leisten. Doch was er leisten konnte, das leistete Wanitschka. In seinem Vortrag legte uns der DKP-Genosse wichtige und grundlegende Prinzipien des Marxismus nahe.

Im Konzert war gute Stimmung wir immer. Bereichert wurde es mit einer politischen Bühnenaktion der Revolutionären Jugend Zürich (RJZ).

Zu essen gab es wie immer Feines. Die «Cantina Rossa» servierte pikante Salsicce mit leckerem Gemüse. Abends dann, vielleicht etwas zu spät, stellten wir auf der Bühne Manfred Vischers Kriminalroman «Ave Helvetia» vor. Eine Journalistin von Radio Lora schnitt das Gespräch mit dem Autor mit. Das aussergewöhnliche und zugleich bemerkenswerte Buch bewirkte am Fest gleich 15 Vorbestellungen. Nun liegt es der Verlagsgenossenschaft vor. Für 25 Franken könnt ihr es bestellen. Nur noch die Versankosten kommen dann noch hinzu. Einfach eine E-Mail an vwzh@smile.ch schicken.

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