Diskussion über Sozialhilfe

Veranstaltung der IG Sozialhilfe zum internationalen Tag gegen Armut. Wenig Lohn, viel Stress, monotone und harte Arbeit! Wer im Niedriglohnsektor arbeitet, kennt diese Alltagsrealität – genauso wie Leute, die an einem Programm auf dem zweiten Arbeitsmarkt teilnehmen müssen. Trotz vieler Gemeinsamkeiten werden diese unzumutbaren Arbeits- und Lebensbedingungen gegeneinander ausgespielt. Denn seit rund 20 Jahren werden SozialhilfebezügerInnen gezwungen, Gegenleistungen für ihr Sozialhilfegeld zu erbringen. Seither sind ausser Kranken alle gezwungen, in sogenannten Integrationsprogrammen zu arbeiten, um finanzielle Unterstützung vom Staat zu erhalten. Viele Studien haben gezeigt, dass mit diesen Programmen nur äusserst selten eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt gelingt. Andererseits werden dadurch die Löhne im Niedriglohnsektor unter Druck gesetzt. Der Staat erschafft also aus eigener Initiative aktiv einen eigenen Niedrigstlohnsektor und greift auf diese Weise gewerkschaftliche Errungenschaften an. Die wirtschaftlichen Ursachen und Folgen sowie die politischen Angriffe, die daraus auf Sozialstaatabhängige und Angestellte erwachsen, sind Thema unserer Veranstaltung. Zudem wollen wir sozialpolitische und gewerkschaftliche Gegenrezepte ausloten und diskutieren. Mit Peter Streckeisen, Mattia Mandaglio, Stephan Hochuli und Natalie Benelli. Eintritt frei.

Dienstag, 17. Oktober, 19.00 Uhr
Kafi Klick, Gutstrasse 162, Zürich