BS: Rechtsentwicklung in Italien

Die neue Qualität der Rechtsentwicklung und das Zusammenführen linker Kämpfe. Mit dem Einzug Salvinis an die Regierungsspitze, dem neuen Sicherheitsdekret und rassistischer Massenmobilisierung tritt die Rechtsentwicklung in eine neue Phase. Wir untersuchen mit unserem italienischen Gast die Ursachen und schauen dabei speziell auf die Entwicklungen innerhalb der Klasse. Welche Bewegungen gibt es und wie müssen sich diese aufstellen, um in diesen Widersprüchen intervenieren zu können?

Donnerstag, 28. März 2019, 19.00 Uhr, Bläsiring 86, 4057 Basel

BS: Hotel der Immigranten

«Argentinien, Argentinien – das ist doch wo der Maradona herkommt!». Das ist es, was die deutsche Jüdin Johanna zu hören bekam, als sie fünfzig Jahre nach ihrer Flucht das erste Mal wieder in Europa war. Vergessen scheinen die hunderttausenden Europäer*innen, die dort Zuflucht fanden vor den Diktaturen und der Armut des letzten Jahrhunderts. Flüchtlinge – das sind die anderen, so die gegenwärtige europäische Wahrnehmung. CapriConnection sind nach Argentinien gereist, um diese Perspektive umzudrehen. In poetisch verdichteten Texten erzählen sie von Europäer*innen, die auf überfüllte Schiffe kletterten, um ihre Leben zu retten und im Asyl Hotel der Immigranten am Rio de la Plata ihre erste Unterkunft fanden. Im zweiten Teil des Abends gehört die Bühne drei KünstlerInnen aus Argentinien, die einst aus Europa flüchten mussten.

Freitag, 29. März und Sa 30. März, jeweils um 20:00 Uhr, Kaserne Basel, Klybeckstr. 1b, 4057 Basel

BE: Dokfilm «Hojas sueltas»

Der Dokumentarfilm von René Lechleiter fordert auf eine andere Weise zum Reflektieren heraus und zwar über vergessene, aber immer noch hochaktuelle Aspekte der Jahre nach 1968.  «Hojas sueltas» (leere Blätter) ist primär eine Hommage an die Frauen, welche seit der Zeit der Conquista bis heute immer einen wichtigen Beitrag an die Befreiungskämpfe geleistet haben – hierfür aber von der Geschichtsschreibung weitestgehend verdrängt und vergessen werden. Im Fokus stehen das Leben von drei militanten Compañeras, Anita Urquieta, Josefina Farjat und Geraldine Coronado. Der Dokfilm aus dem Jahr 2016 entstand vor dem Hintergrund der bleiernen Jahre der Militärdiktaturen in Bolivien und umfasst die Zeitspanne von 1966 (Ankunft von Che) bis ins Jahr 2009 (Wahl von Evo Morales zum Präsidenten),. Nach der Filmvorführung (37 Minuten, spanisch mit deutschen Untertiteln) Diskussion mit dem Regisseur und weiteren Gäste.

Mittwoch, 10. April, Käfigturm, Marktgasse 67, 3011 Bern, 18.30 Uhr